LBS-Geschäftsbericht

LBS-Geschäftsbericht 2010

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Bauen und Finanzieren

20.10.2011

Wohneigentum

Hohe Mieten im Süden Tipp Zahl Fragen/Antworten Expertenrat

Mieten steigen in Süddeutschland am stärksten

Wer im Süden der Republik lebt, bekommt Mieterhöhungen deutlicher zu spüren als in anderen Regionen Deutschlands. In Baden-Württemberg und Bayern stiegen die laufenden Mieten für Wohnungen mittlerer Lage und Ausstattung zuletzt um 1,8 Prozent im Jahr – das ist dreimal so stark wie im Bundesdurchschnitt mit 0,6 Prozent.

Spitzenreiter bei den Mietpreisen ist München. Hier zahlen Mieter nach Angaben des F+B-Mietspiegelindex 2010 für eine 65 m² große Wohnung im Schnitt 10,12 Euro/m². Das sind rund 72 Prozent mehr Kaltmiete als im Bundesdurchschnitt mit 5,89 Euro/m².

Der beste Weg, sich von Mietsteigerungen unabhängig zu machen, ist der Erwerb von Wohneigentum. „Die meisten Bauherren und Immobilienkäufer müssen ihr Objekt zwar teilweise über Darlehen finanzieren, dank der guten Rahmenbedingungen sind die Kreditraten derzeit in vielen Fällen aber kaum höher als die Miete“, sagt Dr. Uwe Krink von der LBS. Mit einem Bausparvertrag lassen sich die niedrigen Zinsen langfristig sichern – sie sind für die gesamte Laufzeit des Vertrags festgelegt. „Gleichzeitig bleiben Bausparer flexibel, denn Sondertilgungen auf das Darlehen sind in beliebiger Höhe jederzeit möglich“, so Dr. Uwe Krink.

Im Schnitt wagen Bauherren und Immobilienkäufer den Schritt in die eigenen vier Wände mit 40 Jahren, Bausparer sogar drei Jahre früher. Vom Tag des Einzugs an profitieren Eigenheimbesitzer von den Vorteilen ihrer Immobilie: Mit durchschnittlich 121 m² steht ihnen deutlich mehr Wohnfläche zur Verfügung als Mietern mit 69 m². Gleichzeitig sind sie unabhängig von einem Vermieter. Egal, ob das Bad modernisiert oder eine Solaranlage installiert werden soll – Eigentümer entscheiden selbst.

Im Rentenalter, wenn die Immobilie abbezahlt ist, werden die finanziellen Vorteile dann besonders deutlich: So müssen Mieter im Schnitt etwa 30 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens fürs Wohnen aufwenden, Eigentümer nur rund 10 Prozent. „Drei von vier Deutschen halten eine eigene Immobilie für eine sichere Form der Altersvorsorge – rund 60 Prozent sogar für die beste“, sagt Dr. Uwe Krink mit Blick auf eine aktuelle Untersuchung von TNS Infratest. Demnach ist „Betongold“ sogar populärer als Lebens- und Rentenversicherungen.

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Kathrin Hartwig
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