Die LBS-Stiftung "Bauen und Wohnen" hat die Ergebnisse eines von ihr initiierten Forschungsprojekts veröffentlicht. Gegenstand der Untersuchung ist ein für den energiebewussten Wohnungsbau bislang noch nicht berücksichtigter Kostenfaktor - der Zusammenhang zwischen städtebaulicher Planung und der energetisch optimalen Nutzungssituation eines Gebäudes.
Je niedriger der jährliche Heizwärmebedarf von Gebäuden, umso kostenintensiver sind die erforderlichen Baumaßnahmen. Dabei spielen jedoch verschiedene Aspekte eine Rolle: Gebäudestruktur, städtebauliche Verdichtung sowie die Ausrichtung der Grundstücke lassen im Einzelfall den finanziellen Aufwand für das Erreichen bestimmter energetischer Standards höchst unterschiedlich ausfallen. Genau diese Einflussgrößen unterliegen aber der Regulierung durch die Bebauungsplanung.
Es kommt also darauf an, entsprechende Bestimmungen so eng wie möglich den Erfordernissen eines ökologisch sinnvollen und zugleich preiswertenWohnungsbaus anzupassen.
Die Studie wurde realisiert vom Institut für Bauphysik der Fraunhofer Gesellschaft, der Fachhochschule Stuttgart Hochschule für Technik und der G.A.S. Architektur- und Stadtplanung Sahner. Begleitet wurde das Projekt darüber hinaus von einem Fachbeirat, in dem Vertreter der Architektenkammer Baden-Württemberg, von Gemeinde- und Städtetag sowie Prof. Dr. Hieber, Staatssekretär i.R., ihre Unterstützung einbrachten.
Die Studie weist für verschiedene Gebäudetypen nach, in welcher Größenordnung der durch situative Faktoren vorbestimmte Kostenaufwand liegt. Sie gibt darüber hinaus praxisdienliche Hinweise, wie diesem wichtigen Sachverhalt seitens der Kommunen besser Rechnung getragen werden kann. Die gewonnenen Erkenntnisse stellen damit stadtplanerische Entscheidungen auf eine neue, tragfähige Grundlage und eröffnen weitreichende Perspektiven für eine am Grundsatz der Nachhaltigkeit orientierte Baupolitik.


