LBS Nord mit Plus im Neugeschäft: Starkes Wachstum bei Finanzierungen
Das Neugeschäft der LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover (LBS Nord) hat 2011 weiter zugelegt. Im vergangenen Jahr schloss das Institut 170.850 Verträge mit einem Volumen von 3,87 Milliarden Euro ab. Die Bausparsumme der Neuverträge lag damit um 3,8 Prozent über dem Vorjahreswert.
Einen deutlichen Zuwachs erzielte die LBS Nord zudem bei den Finanzierungen. Insgesamt bewilligte sie 609 Millionen Euro an Darlehen und steigerte ihr Kreditgeschäft um 6,2 Prozent. Das Betriebsergebnis nach Steuern lag mit 14,7 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau.
Zufrieden mit der Geschäftsentwicklung zeigte sich LBS-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Kamp: „Bei den Neuabschlüssen haben wir das gute Vorjahresergebnis noch einmal übertroffen. Unsere Entscheidung, eine neue Tarifgeneration mit niedrigeren Darlehenszinsen einzuführen, hat sich als absolut richtig erwiesen. Selbst in der Niedrigzinsphase bleiben unsere Bausparverträge ein attraktives Spar- und Finanzierungsinstrument.“
So wurden im vergangenen Jahr bei der LBS Nord deutlich höhere Verträge abgeschlossen. Die durchschnittliche Bausparsumme im Neugeschäft stieg um rund 5 Prozent auf 22.623 Euro.
Angesichts anhaltender Inflations- und Krisenängste seien stabile Anlageformen wie Immobilien derzeit besonders gefragt, erklärte Dr. Kamp. „Davon profitiert Bausparen als Weg zum Wohneigentum. Zusätzlichen Rückenwind bringt die Wohn-Riester-Förderung. Denn mit ihrer Hilfe lässt sich eine Immobilie als Altersvorsorge häufig um mehrere zehntausend Euro günstiger finanzieren als ohne Förderung.“
Die LBS Nord habe im vergangenen Jahr ein Wohn-Riester-Sonderkreditprogramm eingeführt, das sehr erfolgreich laufe. Bisher wurden in diesem Rahmen Sofortfinanzierungen in Höhe von 26,5 Millionen Euro vermittelt.
Im Jahr 2011 schloss die LBS Nord insgesamt 13.125 Wohn-Riester-Bausparverträge ab. Das Vertragsvolumen lag bei 404,1 Millionen Euro und erreichte damit einen Anteil von 10,5 Prozent am Neugeschäft. Vor allem bei den Riester-Abschlüssen nahm die Höhe die Vertragssumme spürbar gegenüber dem Vorjahr zu: Die durchschnittliche Bausparsumme stieg um 8,7 Prozent auf 30.786 Euro.
Neben dem Bausparneugeschäft hat die LBS Nord im Jahr 2011 ihr Finanzierungsvolumen erheblich gesteigert. Insgesamt vermittelte sie Darlehen in Höhe von 609 Millionen Euro (+ 6,2 Prozent). Bei den kollektiven Bauspardarlehen erreichte die Kreditsumme eine Höhe von 186,9 Millionen Euro. Das entspricht einem starken Wachstum von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Vermittlungen von Vor- und Zwischenfinanzierungen sowie von Darlehen ohne Bausparvertrag legten auf 422,1 Millionen Euro (+ 4,4 Prozent) zu. „Immobilieninteressenten haben im vergangenen Jahr verstärkt die historisch günstigen Bedingungen für den Erwerb eigener vier Wände genutzt“, erläuterte Dr. Kamp.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei das Ergebnis der LBS Nord im Jahr 2011 ebenfalls zufriedenstellend, so der LBS-Chef. Mit 14,7 Millionen Euro liege das Jahresergebnis nach Steuern etwa auf dem Vorjahresniveau (+ 1,4 Prozent). Erfolgsfaktoren seien unter anderem die gewachsenen Zinserträge und das konsequente Kostenmanagement gewesen.
So habe trotz der Niedrigzinssituation der Zinsüberschuss um 4,4 Prozent auf 149,5 Millionen Euro zugelegt. Den Verwaltungsaufwand konnte das Institut um 3,2 Prozent auf rund 89 Millionen Euro reduzieren. Allerdings hatte die LBS Nord als Folge des guten Neugeschäfts um gut 10 Millionen Euro gestiegene Provisionszahlungen zu tragen. „Diese Ausgaben nehmen wir aber gern in Kauf, denn sie bedeuten für uns eine Investition in die Zukunft“, betonte Dr. Kamp. Für den zukünftigen Erfolg der LBS Nord sei es darüber hinaus entscheidend, die Qualifikation ihrer Beschäftigten weiter zu fördern. „Wir haben daher bei uns ein lebensphasenorientiertes Personalmanagement ins Leben gerufen, das mehrere Ziele verfolgt: Berufsnachwuchs zu finden, das Potenzial junger Talente zu entwickeln, lebenslanges Lernen zu etablieren und das Erfahrungswissen älterer Mitarbeiter zu sichern“, führte Dr. Kamp aus. So biete die LBS Nord seit drei Jahren eine eigene Ausbildung für Bankkaufleute an und habe im Unternehmen ein Netzwerk für Nachwuchskräfte sowie ein Mentoring-System eingerichtet.
Das Interesse am Bausparen und den eigenen vier Wänden werde im laufenden Geschäftsjahr weiter zunehmen, ist der LBS-Vorsitzende überzeugt: „Am Wohnungsmarkt gibt es einen klaren Aufwärtstrend. Bereits 2011 stiegen die Genehmigungen im niedersächsischen Wohnungsbau um 30 Prozent, in Berlin legten sie sogar um 48 Prozent zu. Da jahrelang zu wenig gebaut wurde, findet jetzt der erforderliche Aufholprozess statt.“ Der Löwenanteil des Neubaus entfalle dabei auf das Wohneigentum.
Den Trend zu den eigenen vier Wänden konnte im Jahr 2011 auch die LBS Immobilien GmbH Berlin - Hannover (LBS-I) nutzen. Sie vermittelte 1.137 Objekte mit einem Kaufwertvolumen von 129,4 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr steigerte die Tochtergesellschaft der LBS Nord ihren Umsatz um 2,8 Prozent. Darüber hinaus verzeichnete sie mit rund 1,3 Millionen Euro das zweitbeste Betriebsergebnis ihrer Unternehmensgeschichte.
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