LBS-Kaufpreisspiegel für Niedersachsen: Reihenhäuser in Hannover am teuersten
Hannover ist für Hauskäufer die teuerste Großstadt in Niedersachsen. Gebrauchte Reihenhäuser werden in der Landeshauptstadt zu Durchschnittspreisen von gut 1.500 Euro pro Quadratmeter angeboten. Im Vergleich der kreisfreien Städte folgen Osnabrück und Oldenburg auf den Plätzen zwei und drei.
Die Daten stammen aus dem aktuellen Kaufpreisspiegel, den die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover (LBS Nord) für das dritte Quartal 2011 veröffentlicht hat. Die Auswertung wird regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut empirica erstellt. Grundlage sind die Verkaufsangebote in den niedersächsischen Tageszeitungen.
Die Ergebnisse im Einzelnen: Die typischen Angebotspreise für gebrauchte Reihenhäuser liegen in Hannover bei 1.523 Euro pro Quadratmeter. Für jedes vierte Haus werden sogar mindestens 1.773 Euro pro Quadratmeter verlangt. Nach Berechnungen der empirica-Experten muss ein Normalverdiener-Haushalt in Hannover das 5,4-Fache seines Jahreseinkommens aufbringen, um ein gebrauchtes Reihenhaus zu erwerben. Die mittlere Wohnfläche der angebotenen Objekte beträgt 129 Quadratmeter.
Mehr als 1.300 Euro pro Quadratmeter müssen Hauskäufer in den kreisfreien Städten Osnabrück (1.377 Euro/qm), Oldenburg (1.354 Euro/qm) und Braunschweig (1.348 Euro/qm) aufwenden. Für den Erwerb eines Reihenhauses aus dem Bestand sind hier 3,8 bis 4,7 ortsübliche Jahreseinkommen erforderlich. Die angebotenen Objekte sind im Vergleich zu Hannover allerdings deutlich kleiner (100 bis 119 Quadratmeter Wohnfläche).
Die teuersten Regionen für Hauskäufer in Niedersachsen sind jedoch nicht die kreisfreien Städte. Die höchsten Standardpreise für gebrauchte Reihenhäuser werden in den Landkreisen Wittmund (1.640 Euro/qm) und Harburg (1.554 Euro/qm) verlangt.
„Dieses hohe Preisniveau wird durch die bevorzugte Lage der Objekte nahe der Küste sowie im Speckgürtel von Hamburg begünstigt“, so Dr. Rüdiger Kamp, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord. Die Nähe zur Hansestadt wirke sich auch auf die Hauspreise im Landkreis Lüneburg (1.388 Euro/qm) aus, die niedersachsenweit den vierthöchsten Stand erreichen.
Deutliche Preissteigerungen gab es in der Stadt Osnabrück. Gegenüber 2006 erhöhte sich der typische Angebotspreis um 11,1 Prozent. Insgesamt sind die Preise in jedem vierten niedersächsischen Landkreis gestiegen.
In den meisten Regionen Niedersachsens bewegen sich die typischen Angebotspreise für gebrauchte Reihenhäuser zwischen 700 und 1.400 Euro pro Quadratmeter. Am günstigsten wird es für Immobilienkäufer im Landkreis Osterode. Der Preis für ein gebrauchtes Reihenhaus beträgt hier im Mittel 557 Euro pro Quadratmeter. Der Schritt ins Wohneigentum kostet damit etwa das 2,5-Fache des örtlichen Durchschnittseinkommens. Ebenfalls unter der 700-Euro-Grenze liegen die Landkreise Helmstedt (688 Euro/qm) und Northeim (690 Euro/qm).
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Im Jahr 2010 vermittelte die LBS Nord 172.000 neue Verträge mit einer Summe von 3,7 Milliarden Euro. Mit einem Neugeschäfts-Marktanteil von 45 Prozent in Niedersachsen und 26,3 Prozent in Berlin ist sie deutlicher Marktführer in ihrem Geschäftsgebiet.



