Natur auf Schritt und Tritt

Das Angebot an Naturböden verändert sich ständig.  Neue Produkten aus natürlichen Materialien werden entwickelt, traditionelle Materialien neu entdeckt.

Kork

Vom Baum auf den Fußboden: Die Rinde der Korkeiche, die in Europa vorwiegend in Portugal wächst, liefert den Rohstoff für diesen natürlichen und pflegeleichten Belag. Millionen von Luftzellen sorgen für Fußwärme und dämmen den Trittschall. Kork eignet sich daher ausgezeichnet für Schlaf- und Kinderzimmer. Da das Naturmaterial porös ist, muss es versiegelt werden, um strapazierfähig und Wasser abweisend zu werden. Korkplatten kann man schwimmend selbst verlegen. Neu auf dem Markt sind Korkplatten mit Fotodruck und einer Deckschicht aus Venyl. Attraktiv fürs Bad: Fotodrucke von schimmerndem Wasser. Doch Vorsicht: Auch Kork verträgt keine stehende Nässe.

Linoleum

Linoleumplatten gibt es in vielen Farben. Wer es mag, kann sie in attraktiven Mustern verlegen

Galt Linoleum früher als langweilig, wird es heute von umwelt- und trendbewussten Designern neu entdeckt. Denn echtes Linoleum wird aus nachwachsenden Rohstoffen umweltschonend gefertigt. Leinöl, Naturharze, Holzmehl und Jute sind die Bestandteile. Farbe erhält das Material durch ökologisch unbedenkliche Farbpigmente. Linoleum ist sehr strapazierfähig und hält 40 Jahre und länger. Linoleum-Klickplatten können wie Klickparkett schwimmend selbst verlegt werden. Es gibt sie in vielen attraktiven Farben mit matter Oberfläche. Weitere Vorteile: Linoleum dämpft den Trittschall, fühlt sich weich an und passt sich sehr schnell der Raumtemperatur an. Wichtig für Allergiker: Linoleum stößt Staub, Milben und Bakterien ab und eignet sich als Bodenbelag hervorragend für Küche und Kinderzimmer.

Cotto oder Terrakotta

Italienischer Cottoboden

Einen Hauch von Süden bringt ein Cottoboden ins Haus. Besonders gut geeignet ist Cotto für Räume, die einen großzügigen Ausgang nach Draußen haben. Dann nämlich kann im Wohnraum und auf der Terrasse dasselbe Material verlegt und damit ein optisch großzügiger Effekt erzielt werden. Baubiologisch betrachtet ist ein Terrakotta-Boden besonders wertvoll, denn die traditionell handgeformten und gebrannten Fliesen aus Ton sind atmungsfähig, lebendig und warm. Nachteil: Cotto ist ein eher lauter Untergrund und pflegeaufwändiger sowie kostspieliger als ein üblicher Fliesenboden. Und nicht jeder Fliesenleger ist geübt im Umgang mit diesem südländischen Material.

Stein

Mediterranes Flair: Steinboden mit gewachster Oberfläche

Naturstein hat etwas Monumentales, weißer Marmor ist der Inbegriff von Luxus, Granit und Schiefer in glänzendem Grau oder Schwarz bringen pure Eleganz in die Räume  -  all diesen Materialien ist gemeinsam: Sie sind sehr schwer, vor allem die traditionellen, dicken Bodenplatten. Obendrein ist Stein spröde und sollte sorgfältig und fachmännisch verlegt werden. Auch der Untergrund muss geeignet sein. Wichtig: Berechnen Sie vor dem Kauf teurer Natursteine das Gewicht und lassen Sie durch einen Statiker prüfen, ob Ihr Boden  es tragen kann. Schiefer kann auf einem Spanplatten-Boden verlegt werden. Es gibt einen speziellen Kleber, der das Biege- und Bruchrisiko verringert. Zu all diesen Fragen kann Ihnen ein Fachmann, der Naturstein verlegt, nähere Auskunft geben. Schiefer unterscheidet sich von anderen Gesteinen: Es bricht von Natur aus in Plattenform und lässt sich darum preiswert verarbeiten. Gut geeignet für Badezimmer- und Küchenböden.

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