Pirmasens, 19. November 2010 – Wertvolle Tipps zum Thema Energie sparen, modernisieren und finanzieren erhielten rund 600 interessierte Besucher in der Festhalle in Pirmasens. Unter dem Motto "Energiepreise: Kostenlawine ausbremsen!" hatten das Finanzministerium, die Architektenkammer, die rheinland-pfälzische Verbraucherzentrale, die Sparkasse Südwestpfalz und die Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz zum Informationsabend eingeladen. Experten zeigten Haus- und Wohnungsbesitzern Einsparmöglichkeiten durch energieeffiziente Sanierung anhand praktischer Beispiele aus der Region auf.
Informationsveranstaltung über energieeffiziente Modernisierung
Einsparpotenziale erkennen und nutzen
"Kennen Sie den Energieverbrauch Ihres Hauses?", konfrontierte Max Aigner, Vorstandsvorsitzender der LBS Rheinland-Pfalz, das Publikum mit der entscheidenden Frage zum Thema Energiekosten. Über drei Viertel des Energieverbrauches privater Haushalte resultiere aus den Heizkosten. "Das Einsparpotenzial liegt bei 85 Prozent", so Aigner. Wer durch eine energetische Sanierung seiner Immobilie die Energiekosten entsprechend reduziere, könne in 30 Jahren bei einer jährlichen Preissteigerung von lediglich 6 Prozent bis zu 193.000 Euro einsparen. Der LBS-Chef empfahl den Zuhörern eine weitsichtige Strategie: "Rein ins Wohneigentum, runter mit den Energiekosten".
Antworten von Handwerk und Industrie
Hans Jörg Duppré, Landrat des Landkreises Südwestpfalz, Dr. Bernhard Matheis, Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens, Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer der Pfalz, und Gerold Reker, Vizepräsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, standen im Interview Gerhard Hohmann, Moderator und Wirtschaftsredakteur des SWR, Rede und Antwort.
Oben v.l.n.r.: Dr. Bernhard Matheis, Ralf Hellrich, Gerold Reker
Der Landkreis Südwestpfalz gehe mit gutem Beispiel voran und optimiere seine Liegenschaften nach energetischen Gesichtspunkten, sagte Duppré. Auch Dr. Matheis betonte, dass der Erhaltung und Modernisierung des Gebäudebestands der Stadt Pirmasens eine besondere Bedeutung zukomme. Hellrich unterstrich, dass das gesamte Bauhandwerk vom Elektriker bis zum Maler in die energetische Sanierung involviert sei. 3.000 Betriebe in der Pfalz haben sich auf diesen Bereich spezialisiert. Reker ermutigte die Zuschauer, für die energetische Sanierung die Empfehlung eines Experten einzuholen. Dieser könne die Potenziale einer Gebrauchtimmobilie aufzeigen. "Der Rat vom Fachmann muss nicht teuer sein. Die Architektenkammer bietet eine umfangreiche Erstberatung vor Ort zu kleinem Preis", so Reker.


