Auf Geschichte bauen: Sparkassen Denkmalpreis Rheinland-Pfalz
Sparkassen, LBS und Generaldirektion Kulturelles Erbe sind Taufpaten
Der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz und die LBS Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz haben gemeinsam mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe den Sparkassen Denkmalpreis Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen. Im Rahmen einer stimmungsvollen Auftaktveranstaltung im Schloß Waldthausen stellten Sparkassenpräsident Hans Otto Streuber, Kulturministerin Doris Ahnen und LBS-Vorstandsvorsitzender Max Aigner die Initiative vor. Es ist der erste landesweite Preis für denkmalpflegerisches Engagement in Rheinland-Pfalz.
Reiches kulturelles Erbe
Ministerin Ahnen betonte den baukulturellen Reichtum von Rheinland-Pfalz. "Historische Bausubstanz prägt das Gesicht unserer Städte und Dörfer und stiftet Identität." Denkmalschutz und Denkmalpflege gehörten zu den tragenden Säulen der rheinland-pfälzischen Kulturpolitik, sie lebten aber auch in hohem Maße vom Einsatz der Bürgerinnen und Bürger. Dieses Engagement solle nun mit dem Sparkassen Denkmalpreis gewürdigt werden, lobte die Ministerin die Idee von LBS und Sparkassen. Neben der Dotierung stehe dabei die öffentliche Anerkennung von Personen und Vereinen im Vordergrund.
Gemeinwohlorientierung der Sparkassen
Streuber knüpfte an die Ausführungen der Ministerin an: "Die Sparkassen-Finanzgruppe steht als größter nichtstaatlicher Förderer für Gemeinwohlorientierung." Man freue sich, mit dem Sparkassen Denkmalpreis einen Beitrag zum Erhalt des reichen kulturellen Erbes in Rheinland-Pfalz leisten zu können.
Der Sparkassen Denkmalpreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und wird erstmals im Frühsommer 2010 vergeben. Die Einreichungen von Vorschlägen der Denkmalschutzbehörden sowie der rheinland-pfälzischen Sparkassen erfolgen bis zum Jahresende 2009. "Der Preis wird in zwei Sparten vergeben: als Sparkassen Denkmalpreis für das vorbildliche Engagement für nicht bewohnte Denkmale oder das langjährige ehrenamtliche Wirken auf dem Gebiet der Denkmalpflege und in der zweiten Sparte als LBS Preis Wohnen im Denkmal", erläuterte Streuber das Wettbewerbskonzept.
Bürgerengagement im historischen Wohneigentum
Aigner betonte die wachsende Bedeutung des Themas Denkmalpflege. Selbstgenutzten Wohnraum zu schaffen und zu erneuern sei originärer Geschäftszweck einer Landesbausparkasse. Dabei sei der Wohnungsbestand in den letzten Jahren und damit auch denkmalgeschützte Gebäude in den Fokus der Betrachtung gerückt. Energetische Sanierungen seien auch im Denkmal wirtschaftlich zu realisieren. "Die LBS unterstützt von jeher das Eigenengagement des Bauherren; es liegt nahe, sich nunmehr verstärkt dem Überzeugungstäter zuzuwenden, der auch für die Gemeinschaft Wertvolles erhält", so der LBS-Vorstandschef.
Denkmalschützer als Partner und Berater
Architekt und Leiter der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Thomas Metz, ergänzte, man wolle konstruktiver Partner und Berater von Bau- und Modernisierungsmaßnahmen sein: "Nur ein Denkmal, das genutzt und gepflegt wird, kann langfristig erhalten werden. Es gilt daher, das Engagement und die Begeisterung der Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen und zu fördern." Mit dem Sparkassenverband und der LBS habe man natürliche Partner gefunden, die die Initiative mit viel Einsatz und Herzblut vorantreiben würden. Metz wird der Fachjury vorsitzen, die im kommenden Jahr die ersten Preisträger küren wird.
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