Er hat einen schicken Anzug an, sogar mit schnieker Krawatte, aber das muss er wohl. Gehört zu seinem Job: Außendienst bei der LBS, er verkauft Bausparverträge. Ich kann mir also denken, was gleich auf mich zukommt. Himmelsglocken, Engelstrompeten, Sommer, Sonne, Eigenheim – so was in der Art. Ich glaube, ich habe eine negative Grundeinstellung. Aber ist das mein Problem?
Wir reden so´n bisschen. Über Schule, Fußball, Job, Smalltalk eben, nichts Philosophisches, aber ganz nett. Er ist ja auch irgendwie noch ziemlich jung, ich bin ihm sogar mal in der Kneipe begegnet, erinnere ich mich. Da trug er keine Krawatte, hatte ähnliche Klamotten an wie ich. Vielleicht hätten wir uns gleich in der Kneipe treffen sollen.
Es ist so weit, er kommt zum Thema. Ich mache ein wenig zu, will mir das alles gar nicht anhören. Aber meine Mutter bestand drauf. Na gut, sagte ich. Schon mal über einen Bausparvertrag nachgedacht, fragt er. Nö, antworte ich. Wie ich später mal wohnen möchte, erkundigt er sich. Vielleicht ´ne Villa oder ´ne coole Loft, entgegne ich.
Eine knappe Stunde später. Ich kann´s nicht genau erklären, aber irgendwie bin ich überzeugt. Nicht davon, dass ich bald ein Bausparer sein werde. Aber ich fühl mich diesem Loft verdammt nah. Ist ein gutes Gefühl.
Fakten fürs Bausparen:
- Trotz oder gerade wegen der schwierigen Wirtschaftslage ist das Bausparen zur Zeit die Anlageform mit einer der besten Renditen.
- Zusätzlich zur eigenen Sparleistung geben der Chef (vermögenswirksame Leistungen) und der Staat (Arbeitnehmer-Sparzulage und Wohnungsbauprämie) unter bestimmten Voraussetzungen eine Menge Geld hinzu.
- Ein Bausparvertrag ist flexibel, lässt sich jederzeit an veränderte Lebenssituationen anpassen.
- Der Bausparvertrag ist der erste Schritt zum eigenen Haus oder zur eigenen Wohnung.
- "Muttiwohnen" ist definitiv uncool.


