Die weltbekannte Organistin verstand es meisterhaft mit einem echten Klassiker des Jazz umzugehen: der Hammond B3-Orgel. Besonders live war die Münchnerin ein Erlebnis, denn ihr Spiel war nicht nur ein Fest für Ohren. Mit ihrer atemberaubenden Tasten- und Pedalakrobatik versetzte sie die Zuschauer in ungläubiges Staunen. Bassisten wären bei ihr arbeitslos, denn sie spielt – eine Seltenheit unter Organisten – mit den Fußpedalen den Bass selbst. Nicht umsonst wird sie in der Presse als „Deutschlands wichtigster Jazz-Export“ bezeichnet. Das Ausnahmetalent ist gern gesehener Gast in den besten Jazz-Klubs der Welt, wie dem legendärem „Blue Note“ in New York oder dem „Ronnie Scott´s“ in London.
Ihre musikalische Neugier hat Dennerlein mit verschiedensten Stilrichtungen in Kontakt gebracht. Obwohl sie der Stil von Charlie „Bird“ Parker besonders inspiriert hat, finden sich in ihrer Musik immer auch Elemente des Swing, pulsierende Latin-Rhythmen, groovender Funk und Blues in allen Variationen. Aber auch mit Mainstream-Chart-Größen wie den Cultured Pearls und der Jazzkantine hat die Orgelvirtuosin schon zusammengearbeitet. Kurzum: Jeder Zuhörer kommt bei Barbara Dennerlein auf seine Kosten.
Während ihres Konzerts in Münster wurde sie dabei von zwei erstklassigen Musikern begleitet: Daniel Messina und Christian Kappe. Der Argentinier Messina war der kongeniale Partner für Dennerlein. In sechs Jahren gemeinsamer Arbeit haben die beiden ihre musikalische Kommunikation bis zur perfekten Harmonie entwickelt. Mit Schlagzeug und Percussions sorgte Messina für unwiderstehliche Rhythmusgeflechte und lückenlose Klangteppiche auf denen Dennerlein zu Höchstformen auflief.
Christian Kappe setzte dazu mit seinem einfühlsamen Trompeten- und Flügelhornspiel me-lodische Akzente. Der Musiker lernte in Rotterdam bei van Rooyen die Feinheiten des Flü-gelhornspiels. Mit Barbara Dennerlein hatte Kappe bereits vor dem Auftritt bei der LBS einige begeisternde Konzerte gegeben und zählt zum Stammpersonal ihrer Tour-Band.


