Der diesseits wie jenseits des Atlantiks bekannte Musiker hat mit dem typisch warmen, vollen Ton ohne Aggressivität und höchster Brillanz seine ganz persönliche Ausdrucksform gefunden. Er gilt als einer der letzten Romantiker unter den Jazzern, einfühlsam und melodiös ist seine Musik, die die Jazzfreunde in Münster begeisterte.
Das Saxofonspiel des 1928 geborenen Altmeisters wurde stark von Benny Carter und Charlie Parker beeinflusst. Nachdem seine erste Frau Lorraine Geller in den 50-er Jahren ums Leben kann, zog es ihn nach Europa. Er arbeitete in Paris für den Französischen Rundfunk und in Berlin für den Sender Freies Berlin bevor er schließlich nach Hamburg zum Norddeutschen Rundfunk ging.
In Deutschland wurde er von zahlreichen berühmten Musikern wie etwa dem klassischen Pianisten Friedrich Gulda engagiert und wirkte in den wichtigsten Formationen Europas, wie Peter Herbolzheimers „Rhythm Combination and Brass“, Kenny Clarke und Francy Boland Band mit. Bereits 1955 gewann er als New Star den Critics´ Poll vom DOWN BEAT und wurde 1976 als Künstler des Jahres mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet.
Unterstützt wurde Herb Geller von zwei jüngeren Saxofonisten: Fiete Felsch und Lutz Büchner, von der NDR-Bigband aus Hamburg.
Fiete Felsch ist der erste Altsaxofonist der Bigband des Norddeutschen Rundfunks und wurde mit internationalen Jazzpreisen ausgezeichnet. Unter anderem gewann er den 1. Preis des Nordamerikanischen Saxofonwettbewerbs 1990. Er spielte mit Jazzgrößen von Weltrang wie Al Jarreau, Ray Charles, Peter Herbolzheimer, Lionel Hampton und vielen mehr zusammen. Seit 1999 ist er Professor für Saxofon an der Musikhochschule Hamburg.
Lutz Büchner ist seit 1994 Mitglied der NDR-Bigband. Er spielte mit Clark Terry, Al Jarreau, Georgie Fame, der Bigband des Hessischen Rundfunks Frankfurt und vielen anderen.


