Gemeinsam mit der „phänomenalen Sängerin Uschi Brüning“ (Westfälische Nachrichten) und der „Ostzonen-Band“ (Manfred Krug) „Jazzin´ the blues“ zeigte Krug einmal mehr, dass er ein echter Tausendsassa ist.
Als singender Tatortkommissar ging er in die Krimigeschichte ein. Aber Manfred Krug ist mehr als die eine Hälfte von „Brocki und Stoever“, mehr auch als „Liebling Kreuzberg“. In der ehemaligen DDR war er bereits ein bekannter Jazz- und Chansonsänger, der Musik auf seine ganz eigene Art interpretiert.
Vor allem aber als Schauspieler, Texter und Drehbuchautor machte er sich einen Namen. Im Zuge der Biermann-Ausweisung kam Krug Mitte der 70er Jahre in den Westen und musste sich hier eine neue Existenz aufbauen. Dass er aus all diesen Erlebnissen viel zu sagen hat, beweist seine Autobiografie „Mein schönes Leben“, das seine Kindheit und Jugend in gar nicht schöner Zeit schildert (Krug ist Jahrgang 1937). Eine durchaus unterhaltsame Lektüre, wenn man im Weihnachts-Konsum-Rausch mal wieder auf den Boden der Tatsachen kommen möchte...


