„Angel Eyes“ im Himmelreich

Jazz-Abend der Extraklasse

Wolfgang Lackerschmid und Stefanie Schlesinger entführten Jazzfreunde musikalisch ins „Himmelreich“

Am Freitag den 4.3.2005 lud die LBS im Rahmen ihrer Reihe „Jazz im Himmelreich“ wieder alle Musikinteressierten aus Münster und dem weiten Umland in das Foyer der Zentrale am Aasee ein. Auch diesmal hatten sich hochkarätige Gäste angesagt.

Der Star des Abends war Wolfgang Lackerschmid, der mit seinem Vibraphon schon mit Jazzlegenden wie Chet Baker oder Jacques Loussier gespielt hat.

Zusammen mit seiner charmanten Begleiterin Stefanie Schlesinger hat er gerade seine aktuelle CD „Angel Eyes“ aufgenommen, die schon wenige Wochen nach ihrer Veröffentlichung an der Spitze zahlreicher Jazz-Charts geführt wurde.

Mit knapp 300 Menschen war die Veranstaltung praktisch ausverkauft.

In dem dunklen, hohen Raum war nur die Bühne in ein stimmungsvolles, mehrfarbiges Licht getaucht und das aus Leuchtstoffröhren gearbeitete Jazz-im-Himmelreich Logo spiegelte sich in den Fensterscheiben.

Mühelos folgte Stefanie Schlesingers Stimme dem durch die Instrumente vorgegebenen Rhythmus und meisterte selbst schwierigste Tonfolgen mit beeindruckender Leichtigkeit.

Ihr Lebenspartner Wolfgang Lackerschmid stand ihr mit der virtuosen Beherrschung seines Instrumentes in nichts nach. Bevor er die vier Klöppel präzise auf die richtigen Stellen seines Instrumentes niedersausen lies, legte er den Kopf ein wenig zur Seite und wartete einen kurzen Moment. Als er den perfekten Zeitpunkt für seinen Einsatz gekommen sah, löste er die erzeugte Spannung und entlockte seinem Vibraphon wunderschöne Töne und eingängige Melodien. Der durch das Jürgen Bleibel Trio geschaffene Klangteppich bildete für diese großartigen musikalischen Darbietungen einen würdigen Rahmen.

Heraus stach dabei der Bassist, welchem die Verbundenheit mit seinem Instrument im Gesicht abzulesen war. Selig lächelnd versuchte er sogar in einem Stück die Töne seines Kontrabasses stimmlich zu begleiten.

Selbstverständlich war auch für das leibliche Wohl der Gäste bestens gesorgt: Bei kleinen Köstlichkeiten und diversen Kaltgetränken wurde sich gestärkt, um anschließend weiter in gemütlicher Atmosphäre der Musik zu lauschen oder mitzuswingen.

Nach ca. zwei Stunden und einigen Zugaben verklang der letzte Ton im LBS-Gebäude, welches wegen seiner guten Akustik bisher von allen Musikern hoch gelobt wurde. 

Das Publikum sparte bei der Verabschiedung der Künstler zurecht nicht mit Applaus und es würde uns nicht wundern, wenn bei der nächsten Veranstaltung dieser Art, viele der anwesenden Jazzfreunde wieder im „Himmelreich“ anzutreffen wären.

Das nächste Konzert ist bereits für den Herbst diesen Jahres angekündigt... 

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