Förderung für ökologisches Bauen

Möchten Sie in Ihrem Haus die Kraft der Sonne oder die Wärme aus der Erde nutzen? Dann können Sie sich freuen: Ökologisches Bauen ist erschwinglicher denn je. Der Bund fördert im Wohngebäudebereich vor allem die Nutzung von Solarkollektoren, Pelletheizungen oder Wärmepumpen für Heizung und Warmwasserbereitung. Auch wer mit einer Fotovoltaikanlage Strom erzeugt, wird mit öffentlichen Fördergeldern unterstützt.

Günstig für Sie, gut für die Umwelt

Der Staat schießt kräftig zu. Beispielsweise wurden für den Ausbau der Wämeerzeugung aus Biomasse, Solarenergie und Geothermie mit dem „Marktanreizprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien“ im Jahr 2005 rund 193 Mio. Euro bereitgestellt.

Setzen Sie auf erneuerbare Energien
Neben Festzuschüssen des Marktanreizprogramms vergibt die bundeseigene Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zinsgünstige Kredite mit tilgungsfreien Anlaufjahren aus Ihren Förderprogrammen wie „Wohnraum Modernisieren“ oder „Solarstrom Erzeugen“.

Energiesparen lohnt sich
Beispiel Stromerzeugung: Haben Sie Ihr Hausdach erst einmal mit einer (geförderten) Fotovoltaikanlage ausgestattet, können Sie bares Geld verdienen. Denn Sie erhalten eine sogennannte "Einspeisevergütung" für Ihren eingespeisten Solarstrom ins öffentliche Stromnetz. Die Vergütung richtet sich nach dem Erneuerbare Energiengesetzt (EEG).

Für den Strom einer kleinen Anlage (bis 30 kW) auf dem Hausdach erhält man zur Zeit (Stand 2010) 39,57 Cent je Kilowattstunde, für den Strom einer größeren Anlage von 30 kW bis 100 kW erhalten Sie 37,64 und von ab 1 MW erhalten Sie 29,70 Cent je Kilowattstunde. Die Vergütung von Freiflächenanlagen (Anlagen die nicht auf einem Gebäude montiert sind) beträgt 28,75 Cent je Kilowattstunde. Bitte informieren Sie sich über die zusätzlichen Anforderungen die das EEG vorschreibt. Die Einspeisvergütungen werden in den kommenden Jahren weiter gesenkt.

Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer einer Anlage von rund 30 Jahren kann allerdings bereits nach rund zehn Jahren die Gewinnzone erreicht werden. Gleichzeitig leisten Sie einen Beitrag zur Verminderung von klimaschädlichen Emissionen und schonen die Umwelt. Wenn das keine sonnigen Aussichten sind!

Informieren Sie sich!
Nicht nur der Bund, auch die Länder, Gemeinden und sogar einige Energieversorger bieten attraktive Förderprogramme, wenn Sie mit dem Einbau neuer Technik oder auch mit anderen Sparmaßnahmen (Dachdämmung, neue Fenster etc.) den Energieverbrauch Ihres Eigenheims senken.

Tipp: Die Umweltbeauftragten der Städte und Gemeinde informieren über energiesparende Technik, Klimaschutz und die Fördermittel, die in Ihrer Region zur Verfügung stehen. Auch das Baureferat gibt Auskunft.

Planen Sie also weitsichtig und machen Sie sich rechtzeitig schlau. Darauf sollten Sie achten:

  • Stellen Sie Ihre Anträge auf Fördermittel vor Baubeginn. Das KfW-Programm zur CO2-Minderung können Sie zusätzlich zum KfW- Wohneigentumsprogramm beantragen. Aus beiden Töpfen erhalten Sie Fördermittel.
  • Bundes- und Länderprogramme schließen sich manchmal gegenseitig aus. Aber nicht immer. Nachfragen lohnt sich.
  • Die Programme werden von den zuständigen Stellen laufend aktualisiert, geändert, manchmal kurzfristig gestrichen. Informieren Sie sich laufend über den Stand der Dinge.
  • Auf die meisten Förderhilfen besteht kein Rechtsanspruch. Geld gibt es nur, solange die Töpfe voll sind. Das gilt besonders für Länder und Gemeinden.

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