Jugendmarkt und Altersvorsorge boomen in NRW
- LBS West Nr. 1 beim Wohn-Riester-Sparen -
20.01.2010, Münster (LBS). Die LBS West bleibt erneut von der Krise unberührt: „Bausparen und Wohneigentum gelten als ‚sicherer Hafen’ und gehen gestärkt ins neue Jahr“, lautet das Fazit des Vorstandsvorsitzenden der LBS West, Dr. Christian Badde, für das Geschäftsjahr 2009. Gut 348.000 eingelöste Bausparverträge über eine Summe von 8,1 Mrd. Euro sind zwar 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Ursache ist jedoch insbesondere ein Vorzieheffekt durch die Änderung des Wohnungsbauprämien-Gesetzes Ende 2008: Seinerzeit sicherten sich viele Kunden noch die freie Verwendungsmöglichkeit der Prämie, ein Effekt, der die gesamte Branche betraf. Aufgrund ihrer Vertriebsstärke konnte die LBS West ihren Marktanteil in NRW um mindestens einen Prozentpunkt auf über 48 Prozent ausbauen.
Diesen Erfolg führt Badde vor allem auf Stärken im Segment des Bausparens zur Altersvorsorge mit Wohneigentum sowie im Jugendmarkt zurück. Insbesondere Wohn-Riester habe sich zur neuen Erfolgsstory entwickelt: „Seit Verkaufsstart im November 2008 haben bereits über 84.000 Kunden einen wesentlichen Teil ihrer Altersvorsorge in unsere Hände gelegt.“ Der Marktanteil der LBS West betrage in diesem Bereich weit über 50 Prozent. Das Potenzial dieses zukunftsträchtigen Segments schätzt die LBS-Marktforschung auf über eine Million Interessenten in NRW.
Altersvorsorge durch selbstgenutztes Wohneigentum und ersparte Miete entspreche gerade jetzt dem verstärkten Wunsch der Deutschen nach Sicherheit, so Badde. Außerdem gebe es beim Riester-Bausparen keinerlei zusätzliche Gebühren, die die staatlichen Zulagen schmälern. Eine vierköpfige Familie erhält beispielsweise bis zu 908 Euro Riesterzulagen im Jahr, Einkommensgrenzen gibt es nicht.
Die Vorsorge stand Pate bei einer weiteren Produkteinführung, die speziell die Jugendlichen mit besonderen Konditionen an einen langfristig ausgerichteten Sparprozess heranführt. Der Tarif „Classic Young“ sorgte 2009 dafür, dass das Neugeschäft bei den unter 21-Jährigen um fast 10 Prozent anzog.
„Baustelle Wohnungsbauprämie“
Als „Baustelle“ bezeichnete Badde die Informationsdefizite zur Wohnungsbauprämie (WoP). „Hier hat die intensive öffentliche Diskussion zum Jahresende 2008 manchmal den falschen Eindruck erweckt, die Förderung sei völlig abgeschafft“, so Badde. Insbesondere den Wohneigentümern im dritten Lebensabschnitt, die fast alle WoP-berechtigt sind, müssten deshalb die Vorteile der staatlichen Sparförderung deutlich gemacht werden. Jenseits der 60 müssen Haus oder Wohnung häufig dem geänderten Bedarf angepasst werden, energetisch sind sie ohnehin ständig auf Stand zu halten.
Schon 43 Euro monatlich führen mit der Prämie nach sieben Jahren zu einem Guthaben von über 4.000 Euro, die Rendite liegt bei über 3,8 Prozent. Dazu kommt ein altersunabhängiger Darlehensanspruch von 5.000 Euro – „unschlagbar günstige Konditionen“, so Badde.
Rekordwerte bei den Bestandszahlen
Jeweils neue Rekordwerte verzeichnete die LBS bei den Bauspareinlagen (8,5 Mrd. €/+ 2,4%), beim nicht zugeteilten Vertragsbestand (52,9 Mrd. €/+1,4 %) sowie beim Gesamtbestand, der die 60-Milliarden-Euro-Marke überschritt.
Das niedrige Zinsniveau sorgte für einen Rückgang bei den Zuteilungen um 13 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Vielfach hätten die Bausparer, nicht zuletzt aus Verunsicherung durch die Wirtschaftskrise, ihren Darlehensanspruch aber nur „geparkt“, erläuterte Badde: „Viele Kunden sind im ‚Stand by’-Modus für den Erwerb von Wohneigentum. Insgesamt können sie jederzeit 1,7 Mrd. Euro abrufen.“
Kurzfristige Finanzierungen ziehen an
Für hohe Nachfrage bei den Vorfinanzierungskrediten sorgte die attraktive Wohn-Riester-Förderung. Weil die Kunden ihre Zulagen sofort in die Tilgung fließen lassen wollen, wuchs dieser Bereich insgesamt um 17,5 Prozent auf fast 200 Mio. Euro.
Einen letzten Beweis, dass die Finanzkrise beim Bausparen keine Rolle spielt, lieferten die außerordentlich geringen Forderungsausfälle. Ihr Wert, bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme, blieb 2009 absolut konstant – bei 0,05 Prozent.
Kontakt
Dr. Christian Schröder
Tel.: 0251/412 5125
Mobil: 0171/76 110 93
Fax: 0251/412 5222
E-Mail: christian.schroeder@lbswest.de


