Im Minijob an den eigenen vier Wänden arbeiten
- LBS empfiehlt Wohn-Riester-Förderung -
26.10.11, Münster (LBS). Altersvorsorge geht jeden etwas an, ganz gleich ob jung oder alt, festangestellt oder Minijobber. Wer sich bislang entscheiden musste zwischen dem Sparen für die eigene Rente und dem Sparen fürs Eigenheim, kann jetzt mit der neuen Wohn-Riester-Förderung beides miteinander vereinen. Der Staat hilft den Menschen ganz gezielt dabei, sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. „Besserverdienende“ freuen sich vor allem über die hohen Steuervorteile. Aber auch Minijobber können sich den Zugang zur attraktiven Riester-Förderung mit einem geringen Eigenbetrag zur Rentenversicherung sichern.
Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland sind Minijobber mit einem monatlichen Entgelt von bis zu 400 Euro. Der Vorteil für die geringfügig Beschäftigten: Ihr Einkommen ist sozialversicherungsfrei. „Der Nachteil: Minijobber haben nur einen Minimalanspruch bei der Rentenversicherung und so zunächst einmal keinen Anspruch auf die Wohn-Riester-Förderung“, erklärt Thorsten Berg, Pressereferent der LBS West.
Um das zu ändern und in den Genuss der staatlichen Riester-Zulagen und möglicher Steuervorteile zu kommen, müssen Minijobber jedoch gar nicht viel tun: Sie können die Eigenheimrente erhalten, indem sie schriftlich gegenüber ihrem Arbeitgeber auf ihre Versicherungsfreiheit zur Rentenversicherung verzichten und den pauschalen Arbeitgeberbeitrag auf den vollen Beitragssatz aufstocken. Diese Differenz beträgt lediglich 4,9 Prozentpunkte oder anders ausgedrückt: Bei einem monatlichen Einkommen von 400 Euro 19,60 Euro.
Um die volle Riester-Förderung zu bekommen, stockt der Minijobber im Beispiel also seine eigenen Rentenleistungen pro Jahr um 235,20 Euro auf und zahlt den Sockelbeitrag von 60 Euro auf seinen Riester-Bausparvertrag ein.
Als Gegenleistung erhält er vom Staat – von möglichen Steuervorteilen abgesehen – 524 Euro Riester-Zulagen. Diese setzen sich zusammen aus 154 Euro Grundzulage und zweimal 185 Euro Kinderzulage. Für Kinder ab Geburtsjahr 2008 gibt es sogar 300 Euro Kinderzulage.
„Vier von fünf Deutschen sehen im selbst-genutzten Wohneigentum die beste Alters-vorsorge“, sagt Thorsten Berg. „Auch Minijobber sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen.“
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Thorsten Berg
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