Auf den Standort kommt es an
- LBS wieder zuversichtlich – Stimmungsumschwung und Impulse für den Neubau -
11.08.2010, Münster (LBS). Der Markt für Wohnimmobilien – mittlerweile ein etabliertes Nachschlagewerk – feiert Jubiläum. Vor genau 10 Jahren erschien das erste Heft. „Damals wie heute gilt auf dem Immobilienmarkt ein ungeschriebenes Gesetz: Lage, Lage, Lage“, so Susan Mortezawi, Pressesprecherin der LBS West. Ein weiteres Fazit in der aktuellen Ausgabe: für die Finanzierung eines Eigenheims muss heute etwa 18 Prozent des Einkommens aufgewendet werden – vor 15 Jahren lag diese Zahl noch doppelt so hoch.
Nach dem historischen Tief bei den Baugenehmigungen in 2008 geht die LBS nun davon aus, dass die Baugenehmigungszahlen in 2010 wieder steigen. Nach wie vor sind gebrauchte freistehende Einfamilienhäuser die Favoriten bei den Käufern. Die Preise in diesem Segment bleiben weitgehend stabil und schwanken höchstens regional. Bei Reihenhäusern ist im Bundesdurchschnitt von konstanten Preisen auszugehen. Steigen werden die Preise hingegen voraussichtlich bei den Eigentumswohnungen. „Das Interesse an zentralgelegenen Wohnungen ist so lebhaft wie seit langem nicht mehr“, schildert LBS West-Sprecherin Susan Mortezawi. Die Neubautätigkeit hier, entspricht allerdings auch der Nachfrage, weshalb im Schnitt von lediglich leicht steigenden Preisen auszugehen ist.
Ohne Bauland kommt allerdings kein Bauprojekt aus. So galten die Entwicklungen bei den Baulandpreisen als Trendindikator für die weitere Wohnungsmarktentwicklung. Die stabile Nachfrage hat kaum Auswirkungen auf die Preiserwartungen.
Die wachsende Quote von selbstgenutztem Wohneigentum und ein stetig verbesserter Gebäudezustand machen die Deutschen zu zufriedenen Bewohnern. Auf einer Skala von 1 (sehr unzufrieden) bis 10 (sehr zufrieden) liegt die Wohnzufriedenheit bei Selbstnutzern bei über 8. Auch die Mieter beurteilen dank vieler Sanierungsmaßnahmen und Qualitätsverbesserungen im energetischen Bereich ihre Wohnqualität auf der gleichen Skala mit 7,7. Beides macht sich bei den Bau- bzw. Mietkosten bemerkbar. Mit der Mehrwertsteuererhöhung im Jahr 2007 stiegen die Baukosten um 7 Prozent, entwickeln sich jetzt zwar wieder moderat – liegen jedoch auf erhöhtem Niveau. Bei den Mieten ist mit deutlicheren Preissteigerungen von über einem Prozent zu rechnen.
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Susan Mortezawi
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