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Früh anfangen lohnt sich

30.05.2018 - Infodienst Bauen und Finanzieren

Früh anfangen lohnt sich

Gerade erst die Schule abgeschlossen und kurz vor dem Start in den ersten Job oder ins Studium – für viele junge Menschen beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt und ein wichtiger Schritt in die Unabhängigkeit. Ein idealer Zeitpunkt, mit dem Vermögensaufbau zu beginnen und dabei auch an später zu denken.

876 Euro brutto – so viel verdienen Auszubildende in Deutschland laut Bundesinstitut für Berufsbildung derzeit im Schnitt jeden Monat. Für viele ist es das erste eigene Geld. Das reicht oftmals zwar noch nicht, um bei den Eltern auszuziehen und eine eigene Wohnung zu finanzieren. Wohl aber, um auf diesen Schritt hinzusparen und regelmäßig ein paar Euro für die Zukunft beiseite zu legen. Immerhin fast zwei Drittel (59,2 %) der Deutschen zwischen 18 und 29 Jahren tun dies bereits. Das ist ein Ergebnis des Vermögensbarometers 2017, einer Erhebung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). Über alle Altersstufen hinweg sorgen rund drei Viertel der Befragten für ihre finanzielle Zukunft vor. „Aber gerade junge Menschen wie Auszubildende oder Berufseinsteiger glauben häufig, dass ihr Einkommen für die private Altersvorsorge nicht reicht“, sagt Monika Grave von der LBS.

Dabei lässt sich bereits mit kleineren Beträgen ein gutes finanzielles Polster für die Zukunft ansparen. „Entscheidend ist nicht unbedingt die Höhe der Sparsumme, sondern dass überhaupt und regelmäßig ein paar Euro zurückgelegt werden“, erklärt Monika Grave. Wer schon in jungen Jahren mit dem Vermögensaufbau startet, beispielsweise über einen Bausparvertrag, kann über die Jahre einen ordentlichen Betrag ansparen – und sichert sich darüber hinaus die Option auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen. „Damit ist der Grundstein für die ersten eigenen vier Wände gelegt“, sagt Grave.

Für die meisten Deutschen steht das Eigenheim weit oben auf der Wunschliste. Bausparer können sich diesen Traum schneller erfüllen.

Zusätzliche Unterstützung bekommen Sparer unter bestimmten Voraussetzungen vom Staat durch Förderungen wie Wohn-Riester, Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage. Zulagen und Zuschüsse helfen, das Sparziel schneller zu erreichen.


30.05.2018 - Infodienst Bauen und Finanzieren

71,9 Prozent...

...der Auszubildenden in Deutschland sind mit ihrer Berufswahl zufrieden oder sehr zufrieden – das geht aus dem Ausbildungsreport 2017 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor. Die fünf beliebtesten Berufe im vergangenen Jahr und der durchschnittliche Lohn:

Mechatroniker/in 1.043 Euro
Industriekaufmann/-frau 1.004 Euro
Industriemechaniker/-in 1.038 Euro
Elektroniker/-in für Betriebstechnik 1.036 Euro
Zerspanungsmechaniker/-in 1.050 Euro

Bei allen Top-5-Berufen liegt die durchschnittliche monatliche Vergütung deutlich über dem Bundesschnitt von 876 Euro. Doch Geld ist nicht alles: Für das DGB-Ranking waren neben der Vergütung auch Arbeitsstunden, Überstunden, die fachliche Qualität im Betrieb und die persönliche Beurteilung ausschlaggebend für die Wahl. Befragt wurden rund 13.000 Lehrlinge in den beliebtesten Berufen des Jahres 2014.


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Staatliche Unterstützung für junge Bausparer

Einen besonderen Anreiz zum frühzeitigen Sparen geben Staat und Arbeitgeber in Form von Förderungen und Zuschüssen. Diese in Anspruch zu nehmen, lohnt sich vor allem für Auszubildende und Berufseinsteiger mit üblicherweise niedrigerem Einkommen.

Berufseinsteiger-Bonus bei Wohn-Riester
Seit 2008 fördert der Gesetzgeber selbst genutztes Wohneigentum als Altersvorsorge mit dem Wohn-Riester. Förderberechtigte, die einen Wohn-Riester-Bausparvertrag nutzen, erhalten eine jährliche Grundzulage von maximal 175 Euro, pro Kind gibt es zusätzlich bis zu 300 Euro. Den Maximalbetrag zahlt der Staat, wenn die Einzahlungen einschließlich der Zulagen vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens betragen. Das können sich die meisten Auszubildenden leisten. Ein Azubi, der beispielsweise 1.000 Euro Brutto im Monat (12.000 Euro im Jahr) verdient, müsste demnach jährlich 480 Euro in seinen Vertrag einzahlen, um die volle Förderung zu erhalten. Abzüglich der Grundzulage von 175 Euro, muss er selbst nur noch 305 Euro beisteuern, also rund 25 Euro im Monat. Wer früh beginnt, darf sich zudem über einen Bonus freuen: Allen Sparern, die bei Vertragsabschluss unter 25 Jahre alt sind, winkt ein einmaliger Berufseinsteiger-Bonus von bis zu 200 Euro. Anders als bei anderen Fördermöglichkeiten gelten bei Wohn-Riester übrigens keine Einkommensgrenzen.

Junge Menschen profitieren von Wohnungsbauprämie
Die Wohnungsbauprämie erhalten Beschäftigte mit einem Jahreseinkommen von bis zu 25.600 Euro (Alleinstehende) beziehungsweise 51.200 Euro (Ehepaare). Gefördert werden Einzahlungen auf den Bausparvertrag zwischen 50 und 512 Euro pro Jahr mit 8,8 Prozent, also bis zu 45 Euro jährlich. Junge Menschen unter 25 haben bei Abschluss des ersten Vertrages einen weiteren Vorteil: Sie können Guthaben und Prämie nach sieben Jahren frei nutzen. Alle anderen müssen Prämie und Guthaben für wohnwirtschaftliche Zwecke verwenden – dazu zählen der Bau, Kauf oder die Modernisierung einer Immobilie.

Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmersparzulage nutzen
Viele Arbeitgeber unterstützen ihre Mitarbeiter beim Vermögensaufbau, indem sie ihnen vermögenswirksame Leistungen zahlen. Das können bis zu 40 Euro im Monat sein. Fließt dieser Betrag auf einen Bausparvertrag, beteiligt sich der Staat mit der Arbeitnehmersparzulage von bis zu 43 Euro im Jahr zusätzlich an der Vermögensbildung. Förderberechtigt sind Alleinstehende mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis zu 17.900 Euro, bei Ehepaaren sind es bis zu 35.800 Euro. Übrigens: Auch wer keine vermögenswirksamen Leistungen erhält, kann von der staatlichen Arbeitnehmersparzulage profitieren: Dazu muss er sich lediglich 40 Euro seines Gehalts vom Arbeitgeber direkt auf seinen Bausparvertrag überweisen lassen.


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Nachholbedarf bei vermögenswirksamen Leistungen

Ein Großteil der Arbeitnehmer zwischen 18 und 29 Jahren verzichtet laut DSGV-Vermögensbarometer 2017 auf die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers. Lediglich knapp ein Viertel der Befragten in dieser Altersgruppe schöpft diesen Zuschuss aus. Insgesamt könnten in Deutschland mehr als 20 Millionen Arbeitnehmer die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers in Anspruch nehmen, rund 13 Millionen (65 Prozent) machen davon Gebrauch.


Material zum Download

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Kontakt

LBS Landesbausparkassen
Kathrin Hartwig

Telefon: 0711 183-2377

kathrin.hartwig@LBS-SW.de