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26.05.2014
LBS Landesbausparkassen
Infodienst Bauen und Finanzieren

Vier von fünf Immobilienerwerbern bleiben ihrer Region treu

Die meisten Haus- und Wohnungskäufer finden ihre Traumimmobilie in größeren Städten

Erwerber bleiben ihrer Region treu

Die meisten Haus- und Wohnungskäufer finden ihre Traumimmobilie in größeren Städten. So kaufen 38 Prozent der Erwerber ihr Objekt in der Großstadt, ein weiteres Drittel in deren direktem Umland. Jedoch entscheidet sich die Mehrheit dabei nicht für irgendeine Stadt, sondern in der Regel genau für die, aus der sie kommt.

Die Deutschen lieben ihre Heimat. Rund 80 Prozent der Immobilienerwerber kaufen ein Haus oder eine Wohnung in der Nähe ihres bisherigen Wohnortes. Das zeigen die Ergebnisse der Wohneigentumsstudie 2013, eine Untersuchung des Marktforschungsinstitutes TNS Infratest im Auftrag verschiedener Finanzierungsinstitute, u.a. der Landesbausparkassen, und des Bundesbauministeriums. Besonders wer im Speckgürtel größerer Städte lebt, bleibt vorzugsweise an seinem bisherigen Wohnort: 87 Prozent der Immobilienkäufer bleiben ihrer gewohnten Umgebung treu. Städter mögen es hingegen nach einiger Zeit auch schon mal ruhiger: Von den Erwerbern, die vor dem Kauf in der Stadt gewohnt haben, zieht jeder Fünfte in eine ländlichere Region. Allzu weit außerhalb darf der neue Wohnort für die Städter jedoch nicht gelegen sein: Die meisten umziehenden Stadtbewohner treibt es ins Umland der großen Städte.

„Besonders beliebt ist das freistehende Einfamilienhaus“, sagt Gregor Schneider von der LBS. Fast die Hälfte aller Immobilienkäufe entfallen mittlerweile auf diesen Wohnungstyp. „Viele zieht es zum einen aus finanziellen Gründen aufs Land, denn die Preise fallen hier in der Regel geringer aus. Aber auch das Angebot an freistehenden Einfamilienhäusern ist dort in der Regel deutlich größer als in der City“, erklärt Schneider.

Wer sich langfristig den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen will, sollte die Gunst der Stunde nutzen, denn derzeit sind die Bauzinsen extrem niedrig. „Mit einem Bausparvertrag können sich Erwerber dieses günstige Zinsniveau sichern und ihre Immobilienfinanzierung langfristig auf ein solides Fundament stellen. Schließlich kann niemand davon ausgehen, dass die Konditionen in zehn Jahren noch genauso attraktiv sind wie heute“, so Schneider.

Was ist für wen wichtig?

Bei der Wahl der Wohnortlage gibt es viele Dinge zu beachten. Je nach Alter, Familienstand und persönlichen Vorlieben sind unterschiedliche Aspekte wichtig.

Grundsätzlich:

• Nähe zur Arbeitsstelle

• Parkmöglichkeiten

• Umfeld

• Einkaufsmöglichkeiten

• Geplante Bauprojekte in direkter Umgebung

Für Singles:

• Kinos, Restaurants und Cafés

• Gute Anbindung an den Nahverkehr

• Sportverein, Schwimmbad oder Fitnessstudio für Sportbegeisterte

Für Familien:

• Kindergarten sowie kurze Entfernung zur Schule

• Andere Familien in der Nachbarschaft

• Spielplatznähe

• Verkehrsberuhigte Straßen

• Nahe gelegene Parks, Felder oder Wälder zum Spielen

Der solide Weg ins Traumhaus

Der Kauf einer eigenen Immobilie ist für viele die größte private Investition ihres Lebens. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich angehende Immobilienerwerber vorab einen gründlichen Überblick über die anfallenden Kosten verschaffen. Dazu gehören auch Kaufnebenkosten, wie beispielsweise Notargebühren oder die Grunderwerbssteuer.

Der Finanzierungsbedarf ergibt sich dann aus der Gesamtsumme aller anfallenden Kosten abzüglich des Eigenkapitals. Der Eigenkapitalanteil sollte grundsätzlich zwischen 20 und 30 Prozent liegen – dazu zählt auch angespartes Guthaben aus Bausparverträgen.

Etwa 40 bis 60 Prozent der Gesamtsumme wird idealerweise durch einen Immobilienkredit abgedeckt. Gut für Bauherren: Aktuell sind die Bauzinsen sehr niedrig. Deshalb lohnt es sich, die Zinsen langfristig festzuschreiben. Damit die Restschuld am Ende der Kreditlaufzeit möglichst gering ausfällt, sollten Kreditnehmer zudem Sondertilgungen vereinbaren.

Mit einem Bauspardarlehen können die restlichen 20 bis 30 Prozent der anfallenden Kosten abgedeckt werden. Damit sichern sich Bausparer die derzeit niedrigen Zinsen sogar bis zur letzten Rate. Sondertilgungen sind beim Bauspardarlehen – im Gegensatz zum Immobilienkredit – jederzeit und in beliebiger Höhe möglich. Für Käufer bedeutet das ein Höchstmaß an Flexibilität bei der Rückzahlung ihres Bauspardarlehens.

Zusätzlich können vor allem Bausparer von der Wohn-Riester-Förderung profitieren, denn hier fließen die staatlichen Zulagen sowohl in der Spar- als auch in der Darlehensphase – das gibt es nur beim Bausparvertrag.

Die gängigsten Kaufnebenkosten und was sie kosten:

> Gebühren für Notar und Grundbuchamt: circa 2 Prozent des Immobilienkaufpreises

> Grunderwerbsteuer: regional unterschiedlich, in der Regel zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Immobilienkaufpreises

> Maklergebühren (falls ein Makler beim Immobilienkauf eingeschaltet wird): zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises zzgl. Mehrwertsteuer

Wohn-Riester zur Um- und Entschuldung nutzen:

Seit diesem Jahr kann Riester-Guthaben jederzeit für die Entschuldung einer Immobilie eingesetzt werden. Zuvor war dies nur zu Beginn der Riester-Auszahlungsphase, in der Regel bei Renteneintritt, möglich. Auch eine Umschuldung bereits bestehender Immobilienfinanzierungen ist jetzt mit einem Riester-Darlehen bzw. –Bauspardarlehen möglich – unabhängig davon, wann das Objekt gekauft wurde. Voraussetzung ist lediglich, dass der ursprüngliche Kredit zum Kauf oder Bau einer selbst genutzten Immobilie eingesetzt wurde.

Kontakt

Ihr Pressekontakt
LBS Landesbausparkassen

Kathrin Hartwig
Tel.: 0711 183-2377
E-Mail: Kathrin.Hartwig@LBS-SW.de