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25.02.2015
LBS Landesbausparkassen
Infodienst Bauen und Finanzieren

Anteil der Single-Haushalte liegt bei 40 Prozent

Mit einer Quote von 37 Prozent sind Single-Haushalte laut Statistischem Bundesamt der häufigste Haushaltstyp in Deutschland

40 % Single-Haushalte

Anteil der Single-Haushalte liegt bei 40 Prozent

Mit einer Quote von 37 Prozent sind Single-Haushalte laut Statistischem Bundesamt der häufigste Haushaltstyp in Deutschland. Dabei kann der Begriff „Single“ täuschen, immerhin ist mehr als ein Drittel der Alleinlebenden älter als 64 Jahre.

Deutschland ist ein Land der Single-Haushalte. Vier von zehn Haushalten werden von nur einer Person bewohnt. Davon sind 17,6 Prozent jünger als 30 Jahre, ein weitaus größerer Anteil – namlich 34 Prozent – ist hingegen schon im Rentenalter. Die Alleinlebenden zieht es insbesondere in die Großstädte: 42 Prozent wohnen in Städten mit mindestens 100.000 Einwohnern.

Je älter die Menschen sind, desto mehr Wohnraum steht ihnen zur Verfügung, wie die Ergebnisse der Zensusumfrage zeigen. So umfasst der Haushalt eines alleinstehenden Rentners im Schnitt 78 Quadratmeter. Das sind 11 Prozent mehr als der durchschnittliche Ein-Personen-Haushalt mit 70 Quadratmetern bewohnt.

Besonders viel Platz haben Alleinstehende, die in den eigenen vier Wänden leben. Ihnen stehen durchschnittlich 97 Quadratmeter zur Verfügung, Mietern hingegen nur 59 Quadratmeter. „Eigentümer wohnen nicht nur großzügiger und komfortabler, sie sparen durch das mietfreie Wohnen auch viel Geld“, sagt Gregor Schneider von der LBS.

Gerade im Alter sind dies entscheidende Vorteile, da die Rente im Vergleich zum letzten Netto-Gehalt im Berufsleben wesentlich geringer ausfällt. Zudem haben Eigentümer die Möglichkeit, ihr Zuhause an die jeweilige Lebensphase anzupassen. „Ob energetische Modernisierung, moderne Haustechnik oder barrierearmer Umbau – die eigene Immobilie bietet dem Besitzer ein Höchstmaß an Gestaltungsfreiheit“, so Schneider.

Wohn-Riester für den barrierefreien Umbau nutzen

Ihr angespartes Riester-Kapital dürfen Immobilieneigentümer seit 2014 zur Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen für mehr Barrierefreiheit nutzen. Voraussetzungen: Die Hälfte der Summe wird für Arbeiten eingesetzt, die den gesetzlichen Vorgaben für einen barrierefreien Umbau entsprechen. Der übrige Kostenanteil muss ebenfalls der Reduzierung von Barrieren in oder auserhalb der Immobilie dienen. Beides ist von einem Sachverständigen zu bestätigen und der Sparer kann keine weiteren Zuschüsse oder Steuererleichterungen in Anspruch nehmen. Je nachdem, wie lange ein Immobilieneigentümer sein Haus oder seine Wohnung bereits besitzt, werden zudem unterschiedliche Mindestentnahmebeträge vorausgesetzt.

Barrierefrei wohnen

Breite Gänge, ein stufenloser Zugang zur Wohnung und eine bodengleiche Dusche – eine barrierefreie Wohnung erleichtert nicht nur das Leben im Alter sondern bietet auch Familien mehr Komfort. Wir haben für Sie eine Checkliste zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie Ihre Wohnung barrierefrei gestalten können.

Zugang zur Wohnung:

  • Ist der Eingangsbereich stufen- bzw. schwellenfrei?
  • Kann eine zusätzliche Rampe, ein Aufzug oder ein Treppenlift installiert werden, um einen stufenlosen Zugang zur Wohnung zu ermöglichen?
  • Sind im Treppenhaus beidseitig Handläufe installiert?

Allgemeine Anforderungen:

  • Bietet der Flur genug Platz, so dass der Durchgang bequem und gegebenfalls auch mit einem Gehwagen durchquert werden kann? Eine Flurbreite von mindestens 1,20 Meter ist empfehlenswert, Türen sollten mindestens 80 Zentimeter breit sein.
  • - Sind Fenstergriffe und die wichtigsten Bedienelemente wie Steckdosen und Lichtschalter leicht erreichbar?
  • - Sind alle Teppiche rutschfest verlegt, damit sich keine Kanten bilden können?

Badausstattung:

  • Bietet das Bad genug Bewegungsfreiheit? Eine Fläche von 1,20 x 1,20 Meter zwischen WC und Waschbecken ist optimal.
  • Gibt es im Bad eine bodengleiche Dusche, die leicht begehbar ist?
  • Falls eine Badewanne vorhanden ist: Sind Haltegriffe angebracht?

Küchenausstattung:

  • st der Platz in der Küche angemessen?
  • Sind die Küchengeräte und Schränke gut zu erreichen?
  • Falls ein Rollstuhl zum Einsatz kommt: Sind sowohl die Arbeitsplatte als auch die Kochstelle unterfahrbar?

Quelle: Bundesfamilienministerium

2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen fehlen

Die Bevölkerung altert zunehmend, doch der Wohnungsmarkt wird dieser Entwicklung nicht mehr gerecht. Rund 2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen werden in den nächsten Jahren benötigt, um der Zahl an pflegebedürftigen Menschen eine ihren Anforderungen entsprechende Unterkunft zu bieten. Das ist ein Ergebnis der Studie „Wohnen 65plus“ des Pestel-Instituts.

Für rund 15.600 Euro lässt sich eine durchschnittliche Wohnung barrierearm umgestalten. Ein Investition, die sich rechnet, wenn dadurch der Umzug in ein Senioren- oder Pflegeheim vermieden wird. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen ohnehin so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben möchten.

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Ihr Pressekontakt
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Kathrin Hartwig
Tel.: 0711 183-2377
E-Mail: Kathrin.Hartwig@LBS-SW.de