Zurück

Handy vs. Computer

25.04.2012 - LBS Kinderbarometer

Unterschiedliches Nutzungsverhalten zwischen Mädchen und Jungen

• Computerspiele: Drittliebste Freizeitbeschäftigung bei Jungen (Platz 17 bei Mädchen) • Computer: Nur 37 Prozent der Mädchen besitzen einen eigenen Computer, bei den Jungen sind es 41 Prozent • Handy: 87 Prozent der Mädchen haben ein eigenes Mobiltelefon und haben damit die Nase vorn (Jungs: 85 Prozent)

Berlin, 25. April 2012 – Das Interesse an Computern ist bei Mädchen deutlich geringer als bei Jungen. Dieses Ergebnis liefert das aktuelle LBS-Kinderbarometer Deutschland. Die Studie befragte Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren nach ihrem Umgang mit Computern und ihrem Nutzungsverhalten im Alltag. So gaben beispielsweise elf Prozent der Jungen an, dass ihnen Computerspiele zurzeit den meisten Spaß bereiten. Bei den Mädchen liegt der Anteil bei nur zwei Prozent.

Damit landen die PC-Games bei den Jungen hinter Sport (40%) und Freunden (23%) auf Platz drei der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Bei den Mädchen reicht es nur für Platz 17.

Die technische Ausstattung im Kinderzimmer schreitet generell weiter voran: Nur jedes zwanzigste Kind hat noch keinen Computerzugang zuhause, jedes zehnte kein Internet und jedes siebte kein Handy.

"Während bei der PC-Ausstattung die Jungen die Nase vorn haben, sind die Mädchen führend bei den Handys", so LBS-Pressesprecher Dr. Christian Schröder. Hier ist auch die Verlagerung der Sozialen Netzwerke auf mobile Anwendungen ablesbar. Denn das Internet dient zwei Dritteln der Kinder überwiegend zur Kontaktpflege mit vorhandenen Freunden. Der pädagogische Wert des World Wide Web wird dagegen eher gering eingeschätzt: Drei Viertel der Kinder glauben, bestenfalls ‚manchmal’ etwas Wichtiges im Internet zu finden.

Über das LBS-Kinderbarometer

Gefördert von der LBS Initiative Junge Familie und durchgeführt vom PROKIDS Institut Herten liefert das LBS-Kinderbarometer seit 1997 Ergebnisse zum Wohlbefinden der Kinder in Nordrhein-Westfalen. 2007 wurde es erstmals auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet und liegt in dieser Form 2011 im dritten Durchgang vor. Schirmherrin dieses dritten Durchgangs ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder. Das LBS-Kinderbarometer folgt Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention und berücksichtigt gezielt den Kinderwillen, um diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die an gewöhnlichen Partizipationsmöglichkeiten nicht teilnehmen können. Damit liegt der Fokus der Untersuchung auf dem aktuellen Wohlbefinden der Kinder und nicht auf dem zukünftigen Wohlbefinden als Erwachsene. Befragt werden rund 10.000 Kinder zwischen 9 und 14 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Verteilung zwischen den Bundesländern sowie zwischen Jungen und Mädchen folgt den demografischen Statistiken des Bundes.


Material zum Download

Kontakt

LBS Landesbausparkassen
Dr. Christian Schröder

Telefon: 0251 412-5125

christian.schroeder@lbswest.de