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Bausparen steigert Sparintensität

05.03.2012 - LBS Research

Sparquote der Bausparer fünf Prozentpunkte höher - Auch Mieter sparen mehr - Größte Zusatzwirkung bei jüngeren Menschen

BERLIN – Bausparer sparen auch bei gleichen Einkommen deutlich mehr als andere. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2008* des Statistischen Bundesamtes, die das Berliner Forschungsinstitut empirica im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) durchgeführt hat. Die Zahlen machen erneut deutlich, dass der Bausparvertrag die Sparquote um rund fünf Prozentpunkte anhebt - in allen Altersklassen und bei Wohneigentümern in ähnlicher Weise wie bei Mietern (vgl. Grafik).

Nach Angaben von LBS Research haben die Berliner Forscher bei ihrer Analyse auf typische Durchschnitts-Haushalte abgestellt, nämlich solche mit einem Nettoeinkommen mit zwischen 2.000 und 3.000 Euro im Monat. Für empirica sind die Ergebnisse auch deswegen plausibel, weil Bausparguthaben nach allen Erfahrungen seltener als andere Sparguthaben abgehoben werden. Außerdem ist es eine statistisch nachweisbare Tatsache, dass Bausparguthaben aus Verträgen, bei denen die Zuteilung ansteht, in aller Regel nicht in den Konsum fließen, sondern in Immobilien investiert werden. Alles in allem, so das Fazit von empirica, erzieht gerade das Bausparen damit besonders wirksam dazu, dass auch gespart statt nur konsumiert wird.

Für die Berliner Forscher ist laut LBS Research zugleich bemerkenswert, dass keineswegs nur junge Mieterhaushalte für den Erwerb von Wohneigentum besonders intensiv ansparen. Auch ältere Mieter und schuldenfreie Eigentümer sparen auf diese Weise deutlich mehr als vergleichbare Haushalte, die keinen Bausparvertrag haben. Wie die LBS-Experten jedoch als Ergebnis der statistischen Analyse hervorheben, ist angesichts der Zahlen gerade die "erzieherische" Sparwirkung des Bausparens bei jungen Menschen besonders deutlich. Sparquoten von 13 bis 23 Prozent in der Altersgruppe der unter 40-Jährigen machen deutlich, dass das Sparziel "eigene vier Wände" eine enorme Motivation darstellt.

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*Im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) befragt das Statistische Bundesamt alle fünf Jahre private Haushalte zu ihren Einnahmen und Ausgaben, zur Vermögensbildung, zur Ausstattung mit Gebrauchsgütern und zur Wohnsituation. Die jüngste EVS wurde im Jahr 2008 erhoben.


Material zum Download

  1. empirica ist im Auftrag der LBS der Frage nachgegangen, wie sich der Bausparvertrag auf das Sparverhalten auswirkt. Dabei zeigt sich, dass - gleich ob Wohneigentümer oder Mieter - Bausparer auch bei gleichem Einkommen deutlich mehr sparen als andere.

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