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Stabile Preise für Wohneigentum

25.05.2009 - LBS Research

Infratest-Wohneigentums-Studie zeigt Anstieg bis 2007 – Preise nach Abschaffung der Eigenheimzulage höher – LBS-Experten sehen aktuellen Preistrend stabil

Stabile Preise für Wohneigentum

BERLIN – Wohneigentumserwerber mussten in Deutschland in den letzten Jahren etwas tiefer in die Tasche greifen. Wie die Infratest-Wohneigentumsstudie* zeigt, waren vor allem Gebrauchtobjekte in den Jahren 2006/2007 gut 10 Prozent teurer als in den beiden Jahren zuvor (vgl. Grafik). Für LBS Research beweist dies, dass die Streichung der Eigenheimzulage nicht zu sinkenden Immobilienpreisen geführt hat. Nach den aktuellen Marktinformationen der LBS-Immobilien-Experten sind auch im ersten Quartal 2009 die Preise mindestens stabil geblieben.

Die repräsentative Infratest-Umfrage bei über 1.500 Erwerbern der letzten Jahre bestätigt im übrigen, dass der Kauf von Wohneigentum aus dem Bestand weiter an Bedeutung gewinnt. Der Neubau von Eigenheimen und Eigentumswohnungen konzentriert sich verstärkt auf die Ballungsräume und deren unmittelbares Umland. Attraktive Lagen und steigende Baukosten haben nach Einschätzung von LBS Research dazu geführt, dass Neu¬bauobjekte von 2004 bis 2007 mit 247.000 Euro im Durchschnitt um 13 Prozent teurer gewesen sind als zu Beginn des Jahrzehnts.

Im Gebrauchtwohnungsmarkt fanden nach der Umfrage vor allem die Einfamilienhäuser zu deutlich höheren Preisen ihre Käufer. Bei Eigenheimen aus dem Bestand machte der Preisanstieg allein von 2004/2005 auf 2006/2007 gut 10 Prozent aus. Auch in diesen höheren Werten schlägt sich – so die LBS-Immobilien-Experten – offenbar die gewachsene Attraktivität der Ballungsräume mit ihren gut integrierten Lagen nieder.

Wie die Experten der LBS abschließend bemerken, registrieren sie bei ihren eigenen Immobiliengesellschaften bis in das laufende Jahr hinein eine robuste Nachfrage insbesondere nach gebrauchten Einfamilienhäusern. So hat die Zahl der von ihnen im ersten Quartal 2009 bundesweit vermittelten Hauskäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent zugenommen, und dies bei Durchschnittspreisen, die leicht über dem Wert des Jahres 2008 liegen.

Die Ursachen für die Robustheit des Gebrauchtwohnungsmarktes auch in der Finanzkrise beruht nach Einschätzung von LBS Research auf mehreren Faktoren: Die Wohnimmobilie werde als sichere und solide Anlageform mehr denn je geschätzt. Außerdem mache ein extrem niedriges Zinsniveau gerade jetzt die Finanzierung leicht. Und schließlich sei die schwache Neubautätigkeit ein Garant dafür, dass das Angebot zunächst einmal tendenziell knapp bleibe. Trotz der Unsicherheit über die Wirtschaftsentwicklung sei daher davon auszugehen, dass Preise und Nachfrage nach selbstgenutztem Wohneigentum stabil blieben.

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* Die Wohneigentumsstudie wurde von TNS-Infratest im Auftrag mehrerer Finanzierungsinstitute, darunter der Landesbausparkassen (LBS), für den Zeitraum 2004 bis 2007 durchgeführt.


Material zum Download

  1. Nach der Streichung der Eigenheimzulage sind die Immobilienpreise nicht gesunken. Vielmehr mussten Wohneigentumserwerber in Deutschland in den letzten Jahren etwas tiefer in die Tasche greifen. Insgesamt sind die Preise für eigene vier Wände hierzulande sehr stabil. Das sind Ergebnisse einer Untersuchung von TNS-Infratest im Auftrag mehrerer Finanzierungsinstitute, darunter der Landesbausparkassen (LBS), bei Erwerbern im Zeitraum 2001

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