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Kontoauszugsversand

Der Versand des Kontoauszuges beginnt in der zweiten Kalenderwoche. Er ist voraussichtlich Ende der vierten Kalenderwoche abgeschlossen. Während des maschinellen Versands können keine einzelnen Kontoauszüge aussortiert und früher versandt werden. Bitte haben Sie Verständnis.

Die Kontoauszüge werden pro Vertragsstammnummer versandt. Haben Sie zwei Stammnummern? Dann kann es vorkommen, dass Sie Ihre Kontoauszüge im Januar zu zwei unterschiedlichen Terminen erhalten.

Die wichtigsten Hinweise finden Sie hier. Sind noch Fragen offen, dann helfen Ihnen gerne Ihr Berater oder unser LBS-Service-Center weiter.


Die Abgeltungsteuer und der Freistellungsauftrag

Einkünfte aus Kapitalvermögen (z. B. Zinsen aus Sparguthaben oder Dividenden) sind grundsätzlich einkommensteuerpflichtig. Zinsen werden mit einer Abgeltungsteuer von 25 % belastet. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag (Soli) und auch ggf. die Kirchensteuer (KiSt).

Die Kreditinstitute behalten die Steuer (zzgl. Soli und ggf. KiSt) ein und führen sie direkt an das Finanzamt ab. Mit dem Steuerabzug ist die Einkommensteuer des Sparers grundsätzlich abgegolten, d. h. der Steuerpflichtige muss die Kapitaleinkünfte dann nicht mehr in seiner Einkommensteuererklärung angeben.

Mit einem Freistellungsauftrag können Kapitalerträge bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrages freigestellt werden.

Ausnahme von der Abgeltungsteuer

Altersvorsorge-Bausparverträge sind wie alle Riester-Verträge von der Abgeltungsteuer befreit. Die Leistungen aus den zertifizierten Altersvorsorgeverträgen werden erst in der Auszahlungsphase nachgelagert mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.

Nicht befreit sind:

Zinseinnahmen aus Gemeinschaftsverträgen zwischen Geschwistern, Personen- und Erbengemeinschaften und von geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten/eingetragenen Lebenspartnern.

Zinseinnahmen aus Bausparverträgen, deren Einnahmen den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung zuzuordnen sind.

Freistellungsauftrag

Per Freistellungsauftrag kann ein Kreditinstitut beauftragt werden, den Sparer-Pauschbetrag beim Steuerabzug zu berücksichtigen. In diesem Fall wird für Zinseinkünfte bis maximal zum Freibetrag von 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Ehegatten/eingetragene Lebenspartner keine Abgeltungsteuer einbehalten.

Um spätere Änderungen überflüssig zu machen, sollte der Freistellungsauftrag so hoch sein, dass auch Zinsen auf das wachsende Guthaben auf bestehenden und eventuell künftigen Verträgen freigestellt werden. Wichtig: Die Freistellungsbeträge dürfen insgesamt, einschließlich der bei anderen Kreditinstituten beantragten Freistellungen, die Höchstbeträge nicht übersteigen.

Der Vordruck muss vollständig ausgefüllt sein. Seit dem 01.01.2011 muss darüber hinaus zwingend die Steuer-Identifikationsnummer angegeben sein. Diese können Sie der Mitteilung des Finanzamtes oder Ihrem letzten Steuerbescheid entnehmen.

Ehegatten/eingetragene Lebenspartner erteilen i. d. R. einen gemeinsamen Freistellungsauftrag. Dieser gilt sowohl für Gemeinschaftskonten als auch für Einzelkonten der Ehegatten/eingetragenen Lebenspartner (Achtung: Einzel-Freistellungsaufträge der Ehegatten/eingetragenen Lebenspartner können ausschließlich für Einzelkonten der jeweiligen Person berücksichtigt werden).

Mit einem gemeinsamen Freistellungsauftrag erfolgt am Jahresende eine Verrechnung der Verluste des einen Ehegatten/eingetragenen Lebenspartners mit den Gewinnen und Erträgen des anderen Ehegatten/eingetragenen Lebenspartners. Soll lediglich diese übergreifende Verlustverrechnung, aber keine Freistellung vom Steuerabzug durchgeführt werden, kann auch ein gemeinsamer Freistellungsauftrag von 0 Euro erteilt werden. Das kann in Betracht kommen, wenn das gemeinsame Freistellungsvolumen von 1.602 Euro schon bei einem anderen Kreditinstitut ausgeschöpft ist.

Gültigkeitsdauer des Freistellungsauftrags

Der Freistellungsauftrag gilt unbefristet, sofern der Auftraggeber keine andere Weisung erteilt (z. B. Betragsänderung oder Befristung). Anträge zur Freistellung oder Änderung sind nur auf einem Vordruck nach amtlichem Muster möglich.

Der Widerruf eines Freistellungsauftrages erfolgt über einen Änderungsauftrag mit befristeter Laufzeit. Soll der nicht ausgenutzte Freistellungsbetrag noch im laufenden Jahr für Zinserträge eines anderen Instituts verwendet werden, benötigt die LBS einen zum 31.12. befristeten Freistellungsauftrag in Höhe der ausgenutzten Zinsen (aufgerundet auf volle Euro).

Ein Freistellungsauftrag wird ungültig bei Heirat, Scheidung oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten/eingetragenen Lebenspartnern und beim Tod des Bausparers. Wird uns ein solches Ereignis bekannt, sind wir gesetzlich verpflichtet, den bisherigen Freistellungsauftrag zu beenden. Es muss also ein neuer Freistellungsauftrag entsprechend dem aktuellen Familienstand erteilt werden.

Wird der Freistellungsauftrag nicht widerrufen und bestehen für Sie keine aktiven Bausparverträge in der Sparphase mehr, löschen wir Ihren Auftrag zum 31.12. des Jahres in dem der letzte Sparvertrag erloschen ist.

Weitere Befreiungsgründe

Bei Nichtveranlagung, wenn uns eine Bescheinigung des Finanzamtes im Original vorgelegt wird.

Als Steuerausländer, wenn Sie in Deutschland weder Ihren Wohnsitz (§ 8 AO) noch Ihren gewöhnlichen Aufenthalt (§ 9 AO) haben und deshalb in Deutschland nicht unbeschränkt steuerpflichtig sind. Bitte informieren Sie uns.

Freistellungsaufträge ohne Steuer-Identifikationsnummer

Nach den gesetzlichen Bestimmungen können Freistellungsaufträge ohne gültige Steuer-Identifikationsnummer nach dem 31.12.2015 nicht (mehr) berücksichtigt werden. Die betreffenden Kunden erhalten auf ihrem Kontoauszug einen entsprechenden Hinweis. Zusätzlich erhalten sie ein Formular „Freistellungsauftrag“ zugesandt. Wenn Sie diesen Hinweis und das Formular mit ihrem Jahreskontoauszug erhalten haben, senden Sie es bitte vollständig ausgefühlt und mit Angabe Ihrer Steuer-Identifikationsnummer an uns zurück.


Für was bekomme ich die Arbeitnehmer-Sparzulage und wie hoch ist sie?

Der Staat fördert Arbeitnehmer bei der Bildung von Vermögen durch die Arbeitnehmer-Sparzulage von 9 %. Begünstigt sind vermögenswirksame Leistungen pro Arbeitnehmer bis zur Höhe von jährlich maximal 470 Euro, die der Arbeitgeber auf Ihren Bausparvertrag überweist.

Wer bekommt die Arbeitnehmer-Sparzulage?

Die Sparzulage erhält jeder im Inland lebende Arbeitnehmer, der die Einkommensgrenze nicht überschreitet. Diese liegt bei einem zu versteuernden Einkommen von 17.900 Euro bei Alleinstehenden und 35.800 Euro bei Ehegatten/eingetragenen Lebenspartnern.

Wie beantrage ich die Arbeitnehmer-Sparzulage?

Wurden vermögenswirksame Leistungen auf Ihren Bausparvertrag geleistet, erhalten Sie zusammen mit dem Kontoauszug eine Bescheinigung über Ihre vermögenswirksamen Leistungen. Im Rahmen Ihrer Steuererklärung können Sie die Sparzulage bei Ihrem Finanzamt beantragen. Bitte fügen Sie Ihrer Steuererklärung die Bescheinigung bei.

Wann und wie erhalte ich die Arbeitnehmer-Sparzulage?

Seit dem 01.01.1994 erhalten Sie zunächst einen Anspruch auf die Arbeitnehmer-Sparzulage. Nach Ablauf der gesetzlichen Bindungsfrist von 7 Jahren, fordern wir die Arbeitnehmer-Sparzulage beim Finanzamt an. Sobald die Sparzulage vom Finanzamt eintrifft, erhalten Sie die Gutschrift auf Ihren Bausparvertrag. Ein weiterer Anforderungsgrund liegt zum Beispiel vor, wenn Ihr Bausparvertrag zugeteilt und das Guthaben wohnwirtschaftlich verwendet wird.


Wenn schon der Staat ein Geschenk macht, dann sollte man auch zugreifen. Lassen Sie sich die Wohnungsbauprämie nicht entgehen.

Für was bekomme ich Wohnungsbauprämie und wie hoch ist sie?

Der Staat fördert die Ansparung eines Bausparvertrages mit der Wohnungsbauprämie von 8,8 %. Begünstigt sind jährliche Einzahlungen von mindestens 50 Euro bis maximal 512 Euro bei Alleinstehenden und 1.024 Euro bei Eheleuten/eingetragenen Lebenspartnern.

Wer bekommt Wohnungsbauprämie?

Prämienberechtigt ist jeder im Inland lebende Bausparer, der das 16. Lebensjahr vollendet hat und der die Einkommensgrenze nicht überschreitet. Die Einkommensgrenze liegt bei einem zu versteuernden Einkommen von 25.600 Euro bei Alleinstehenden und 51.200 Euro bei Eheleuten/eingetragenen Lebenspartnern.

Wie beantrage ich die Wohnungsbauprämie?

Wurden prämienbegünstigte Einzahlungen auf Ihren Bausparvertrag geleistet, erhalten Sie zusammen mit dem Kontoauszug einen Wohnungsbauprämienantrag. Dieser ist vollständig ausgefüllt und unterzeichnet wieder an uns zurückzugeben. Die Frist für die Einreichung des Antrags endet am 31.12. des übernächsten Jahres. Der Prämienantrag für 2014 muss uns daher bis spätestens 31.12.2016 vorliegen.

Wann und wie erhalte ich die Wohnungsbauprämie?

Für Einzahlungen auf Bausparverträge, die ab dem 01.01.1992 abgeschlossen oder erhöht wurden, erhalten Sie zunächst einen Anspruch auf Wohnungsbauprämie. Nach Ablauf der gesetzlichen Bindungsfrist von 7 Jahren, fordern wir die Wohnungsbauprämie bei Ihrem Finanzamt an. Sobald die Prämie vom Finanzamt eintrifft, erhalten Sie die Gutschrift auf Ihren Bausparvertrag. Ein weiterer Anforderungsgrund liegt zum Beispiel vor, wenn Ihr Bausparvertrag zugeteilt und das Guthaben wohnwirtschaftlich verwendet wird.

Unter welchen Voraussetzungen kann ich für meine vermögenswirksame Leistungen Wohnungsbauprämie beantragen?

Dies ist im Rahmen Ihrer persönlichen Höchstbeträge (512 Euro für Alleinstehende bzw. 1.024 Euro für Ehegatten bzw. eingetragene Lebenspartner) möglich, wenn Sie für Ihre VL keine Arbeitnehmer-Sparzulage erhalten, weil Sie die dafür festgesetzte Einkommensgrenze überschreiten. Gleichzeitig müssen Sie unter der Einkommensgrenze für Wohnungsbauprämie liegen. In Zahlen heißt dies, dass Alleinstehende mit einem zu versteuernden Einkommen zwischen 17.900 Euro und 25.600 Euro bzw. Ehegatten/eingetragene Lebenspartner zwischen 35.800 Euro und 51.200 Euro diese Möglichkeit haben. Sofern wir Ihre vermögenswirksamen Leistungen zu den prämienbegünstigten Einzahlungen hinzurechnen sollen, können Sie uns dies auf dem Antrag für Wohnungsbauprämie mitteilen. Sie können für Ihre vermögenswirksame Leistungen nicht gleichzeitig Arbeitnehmer-Sparzulage und Wohnungsbauprämie erhalten.

Hier finden Sie Tipps und Erläuterungen zu Ihrem Wohnungsbauprämien-Antrag (GIF 0,122 MB).


Hier finden Sie Tipps und Erläuterungen zu Ihrem Kontoauszug Sparphase (GIF 0,094 MB).


Hier finden Sie Tipps und Erläuterungen zum Kontoauszug Darlehensphase (GIF 0,081 MB).


Kundenbezogene Steuerbescheinigung

Die kundenbezogene Steuerbescheinigung für natürliche Personen (im Sinne des § 45 a Abs. 2 EStG) enthält Angaben wie:

  • die abgeltungsteuerpflichtigen Kapitalerträge,

  • einen evtl. in Anspruch genommenen Sparer-Pauschbetrag,

  • die abgeführte Kapitalertragsteuer,

  • den Solidaritätszuschlag und

  • ggf. die einbehaltene Kirchensteuer.

Mit Belastung der Abgeltungsteuer (zzgl. Soli und ggf. KiSt) durch das Kreditinstitut ist die Einkommensteuer des Sparers grundsätzlich abgegolten. Dies bedeutet, Sie müssen Ihre Kapitaleinkünfte (z. B. Zinsen bzw. Boni) wegen der abgeltenden Wirkung im Regelfall nicht mehr in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben.

Wann benötigt man die Steuerbescheinigung

Trotz abgeltender Wirkung des Steuereinbehalts ist die Angabe der Zinsen und Boni dennoch in der Einkommensteuererklärung – Anlage KAP – erforderlich, wenn z. B.:

  • Ihr persönlicher Grenzsteuersatz unter 25 % liegt und Sie eine Günstigerprüfung durch Ihr Finanzamt vornehmen lassen möchten,

  • keine Kirchensteuer auf die Kapitalertragsteuer einbehalten wurde, obwohl Sie kirchensteuerpflichtig sind,

  • Sie den Steuereinbehalt dem Grunde oder der Höhe nach durch Ihr Finanzamt prüfen lassen möchten.

Ehegattenübergreifende Verlustverrechnung

Bei abgeltungsteuerpflichtigen Kapitalerträgen erfolgt seit dem 01.01.2010 die Verrechnung von negativen Kapitalerträgen (Verluste - z. B. durch Wegfall des Bonus bei Variantenwechsel oder Kündigung) mit positiven Kapitalerträgen innerhalb der Ehegemeinschaft und seit dem 01.01.2014 auch bei eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Dies bedeutet, die negativen Kapitalerträge der Konten des einen Ehegatten/eingetragenen Lebenspartners werden mit positiven Kapitalerträgen (Zinsen, Boni) aus den Konten des anderen Ehegatten/eingetragenen Lebenspartners bzw. mit Kapitalerträgen aus gemeinsamen Konten zum Jahresende verrechnet.

Als Voraussetzung dafür muss uns ein von Ihnen gemeinsam erteilter Freistellungsauftrag vorliegen.

In der Bescheinigung werden die Kapitalerträge gesondert aufgeführt, die miteinander verrechnet wurden. Dies erleichtert die Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

Ist kein Ausgleich der negativen Kapitalerträge möglich, werden noch offene negative Kapitalerträge auf das Folgejahr übertragen.

Verlustbescheinigung

Möchten Sie Ihre negativen Kapitalerträge für das abgelaufene Kalenderjahr in der Einkommensteuererklärung geltend machen, erstellen wir Ihnen eine Verlustbescheinigung – ggf. mit einer Information über die erfolgte Verrechnung mit positiven Kapitalerträgen. Es findet dann kein Übertrag der negativen Kapitalerträge auf das Folgejahr statt.

Bitte senden Sie uns hierzu Ihren schriftlichen Auftrag – gerne auch per Fax.

Wichtig: Eine Verlustbescheinigung können wir Ihnen nur dann für das Vorjahr erstellen, wenn auf Ihrem Bausparvertrag/Ihren Bausparverträgen noch keine Zinskapitalisierung erfolgt ist.

Treffen bestimmte Kriterien zu (z. B. es bestand zum Ende des abgelaufenen Kalenderjahres kein Sparvertrag mehr), erhalten Sie von uns automatisch eine Verlustbescheinigung ausgestellt.

Vertragsbezogene Steuerbescheinigung

Sie erhalten eine vertragsbezogene Bescheinigung der Kapitalerträge (bei Einkommen im Sinne der §§ 13, 15, 18 und 21 EStG) wenn

  • Ihre Kapitalerträge einer anderen Einkunftsart zugeordnet wurden (z. B. Erträge aus Vermietung und Verpach-tung) oder

  • es sich um Konten juristischer Personen handelt.

Ein Steuereinbehalt hat in diesen Fällen keine abgeltende Wirkung, so dass die Kapitalerträge stets in der Steuererklärung angegeben werden müssen.

Muster Steuerbescheinigung (GIF 0,054 MB)