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Das Goldene Haus 2019 - Preiswert Bauen

Für den Wettbewerb „Das Goldene Haus“ hieß das Motto in diesem Jahr: Preiswert bauen. Nicht mehr als 2.000 Euro pro Quadratmeter sollte der Bau kosten – eine Herausforderung, wie jeder weiß, der sich schon einmal mit der Materie befasst hat.

Die Jury, bestehend aus Jonathan Scheder, Architekt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel, Michael Wegner, Sprecher der Geschäftsleitung LBS Saar und Gunnar Brand, Ressortleiter „Bauen & Renovieren“ bei DAS HAUS, hatte unter 52 Einreichungen zu wählen. In die engere Wahl kamen 28 Objekte. Die Endausscheidung wurde unter 10 Einsendern getroffen.

Die ausgezeichneten und prämierten Häuser beweisen, dass sich auch mit kleinem Budget architektonisch anspruchsvolle und optisch ansprechende Häuser bauen lassen.


Die Preisträger

Haus Beck in Stuttgart: In Japan eine alte Tradition: die Shou Sugi Ban Methode. Durch das Verkohlen, Abschrecken, Reinigen und Ölen entsteht eine sehr widerstandsfähige und wunderschöne Oberfläche. (Fotograf Jürgen Pollak)

Die beiden Hauptpreise gingen zu gleichen Teilen an das

Haus Beck − Bauherren Julia und Kai Beck, Stuttgart, Architekten heinemeyerbeck,

und das Haus Golda − Bauherr Carsten Golda, Pirna, Architekt Jürgen Lehmeier.

Hauptpreisträger:

Die Bauherren von Haus Beck in Stuttgart, die auch die Architekten sind, hatten mit drei Herausforderung zu kämpfen: einem nur 342 Quadratmeter kleinen Grundstück, die Notwendigkeit, an das Nachbarhaus anzubauen und der Tatsache, dass direkt vor dem Haus eine Bushaltestelle ist.

Die beiden fanden clevere Lösungen: Sie gruppierten das Haus um einen zum Garten hin offenen Hof. Der Anbau an das Nachbargebäude beherbergt Fahrrad- und Abstellraum sowie ein Gästezimmer. Das Haupthaus steht frei und erhält so von beiden Längsseiten her Licht. Die zur Straße hin komplett geschlossene Fassade blockt den Straßenlärm ab. So entstand ein ruhiger, geschützter Innenhof, der sich zum Garten hin öffnet.

Das Baumaterial:

Es gibt keinen Keller, die Bodenplatte ruht auf einer 50 Zentimeter dicken Schicht aus Glasschaumschotter, die von unten dämmt. 151 Holzteile bilden Wände und Decken des Rohbaus. Eine 20 Zentimeter dicke Zellulosedämmung, zusätzlichen Holzfaser-Dämmplatten und eine hinterlüftete Fassade erfüllen den Passivhausstandard.

Der Innenraum:

Wände und Decke wurden nicht verputzt, sondern gelaugt und mit weiß pigmentierter Seife gestrichen. Der Magnesia-Estrich musste nur geölt werden. Auch auf Fliesen haben die Bauherren verzichtet, stattdessen nur verputzt und versiegelt. So wurde gespart und gleichzeitig für die 147 Quadratmetern ein gesundes Wohnklima geschaffen.

Eyecatcher:

Seinen besonderen Look bekam das Haus durch die nach der japanischen Shou Sugi Ban-Methode geschwärzte Oberfläche. Durch das verkohlen, abschrecken, reinigen und ölen entstand diese widerstandsfähige, außergewöhnliche Oberfläche.

Haus Golda in Pirna: Zwar hat jedes Geschoss ein eigenes Material, wirkt aber trotzdem nicht unruhig. Die kubische Form und die großen Fenster halten das Haus optisch zusammen.(Fotograf: Markus Vogt)

Auch in Pirna erforderte der Bebauungsplan beim Haus Golda eine kreative Lösung. Die Vorschriften verlangten, dass bei einem Gebäude mit drei Vollgeschossen das oberste Geschoss nur 50 – 70 Prozent der Grundfläche einnehmen durfte. Also entstand hier die Ebene für die Eltern und ein Dachgarten, der mit einem Holzlattengerüst quasi eingezäunt wurde. Vorgaben erfüllt – der Entwurf musste genehmigt werden.

Der Innenraum

Die Idee, das Wohnzimmer in die 1. Etage zu legen, kam aus der Erfahrung, dass man mit den meisten Gästen sowieso lieber in der Küche sitzt – zum Essen und auch nach den Essen. Dafür gibt es die große offene Wohnküche. Praktisch dazu ist auch der Einbau der Garage in das Gebäude, so sind die Einkäufe schnell und bequem aus dem Auto in die Küche transportiert.

So geht preiswert

Man nehme eine Bauform ohne Vor- und Rücksprünge und ohne Erker – und nutze die maximale zugelassene Höhe optimal aus. So konnten auf einer kleinen Grundfläche drei Geschosse errichtet werden – was eine Wohnfläche von 196 Quadratmeter ergab. In den Obergeschossen wurden Industriematerialien wie Polycarbonatplatten und Stäbchenparkett verwendet, getragen von einem im Erdgeschoss eingezogenen Stahlskelett. Der Beton der Bodenplatte, in der die Fußbodenheizung verlegt ist, wurde mit einem Flügelglätter glattgezogen. So konnten die Baukosten pro Quadratmeter im Rahmen gehalten werden.