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Der Bauherr kontrolliert sein Bauprojekt © Fotolia / Bacho Foto
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Bauen ohne Ärger

So behalten Sie als Bauherr immer die volle Kontrolle über Ihr Bau- und Umbau-Projekt

Lassen Sie den Bauvertrag von einem Experten prüfen

Manche Bauverträge weisen Mängel auf, die den Käufer unangemessen benachteiligen. Wichtige Leistungen sind manchmal nicht aufgeführt. Das können Außenanlagen sein oder eine ordentliche Schall- und Wärmedämmung. Diese Arbeiten müssen Sie dann extra bezahlen. Die Fachsprache im Bauvertrag ist für Laien nicht immer verständlich. Unterschreiben Sie den Bauvertrag daher nicht voreilig. Lassen Sie den Vertrag inklusive der Leistungsbeschreibungen vorab von einem unabhängigen Experten prüfen. Für eine gründliche Kontrolle benötigt Ihr Experte aber auch etwas Zeit. Kalkulieren Sie hierzu gut zwei Wochen ein. Wenn Sie vom Bauträger auch das Grundstück erwerben, beglaubigt ein Notar den Vertrag. Bestehen Sie in diesem Fall darauf, dass Sie das Vertragswerk frühzeitig erhalten, um es vor dem Notartermin in Ruhe prüfen zu lassen.

Schaffen Sie mit einem Bodengutachten Klarheit

Die Kosten eines Bauprojektes hängen auch von der Beschaffenheit des Grundstücks ab. Steht beispielsweise das Grundwasser sehr hoch, verteuert sich der Kellerbau ganz erheblich. Ein Bodengutachten verschafft Klarheit. Bevor Sie ein Grundstück kaufen, sollten Sie daher prüfen, ob sich Ihr Bauprojekt an dieser Stelle überhaupt wie geplant durchführen lässt. Auch Ihr Bauunternehmen kann Ihnen nur dann einen realistischen Preis für den Kellerbau nennen, wenn es die Beschaffenheit des Bodens tatsächlich kennt. Fragen Sie nach, von welchen Voraussetzungen es bei der Preiskalkulation ausgeht. Klären Sie, ob diese Annahmen für Ihr Grundstück überhaupt zutreffen.

Verwechseln Sie den Notar nicht mit einem juristischen Beistand

Der Kauf einer Immobilie wird stets bei einem Notar abgeschlossen. Dieser achtet zwar darauf, dass der Vertrag formal in Ordnung ist. Es ist aber nicht seine Pflicht, zu prüfen, ob die Bedingungen fair sind. Hier muss der Käufer seine Interessen selbst wahren. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich vorab von einem im Baurecht spezialisierten Juristen beraten. Der Notar kontrolliert auch nicht, welche steuerlichen Folgen der Vertrag für Sie hat. Das klären Sie zuvor mit einem Steuerexperten.

Treten Sie gegenüber dem Bauunternehmen niemals in Vorleistung

Jeder Bauherr muss nur nach Baufortschritt zahlen. Erst wenn die Baufirma eine bestimmte Leistung erbracht hat, fließt dafür Geld. Viele Bauherren treten dennoch in Vorleistung und gehen damit ein erhebliches Risiko ein. Im schlimmsten Fall gerät Ihr Bauunternehmen in finanzielle Schwierigkeiten und meldet Insolvenz an. Dann verlieren Sie viel Geld.

Informieren Sie sich über Ihren Baupartner

Ob ein Bauunternehmen das finanzielle Rückgrat hat, Ihr Bauprojekt zu stemmen, zeigt eine Bonitätsprüfung. Auskunft geben zum Beispiel die Creditreform oder der Bauherren-Schutzbund. Aber auch ein Bauunternehmen mit guter Bonität kann ausgerechnet bei Ihrem Bauprojekt in Schieflage geraten. Achten Sie auf diese Alarmsignale:

  • Es kommt zu Verzögerungen oder Unterbrechungen beim Bau.
  • Subunternehmer stellen die Arbeit ein.
  • Der Bauunternehmer verlangt Geld für Leistungen, die er noch gar nicht erbracht hat. Zahlen Sie jetzt auf keinen Fall!

Lassen Sie sich durch einen Rechtsanwalt oder einen anderen Experten beraten. Wer frühzeitig handelt, kann sein Bauprojekt mit einem neuen Baupartner erfolgreich zu Ende bringen.

Kontrollieren Sie den Baufortschritt

Ein Hausbau ist eine komplexe Aufgabe, und selbst den sorgfältigsten Handwerkern unterlaufen Fehler. Kontrollieren Sie daher den Bau regelmäßig. Wenn Sie nicht selber vom Fach sind, ziehen Sie besser einen versierten Sachverständigen hinzu. Der Experte überprüft die Bauabschnitte, sieht den Handwerkern über die Schulter und erkennt Mängel frühzeitig. Der Verband Privater Bauherren empfiehlt fünf bis sechs Termine bei einem normalen Hausbau. Sollten Probleme auftreten, können mehr Kontrollen nötig sein. Planen Sie die Hilfe des Baubegleiters von Beginn an im Budget mit ein – Sie sparen ein Vielfaches dessen, das Sie sonst für das Ausbessern von Fehlern ausgeben müssten. Der VPB ermittelte: Die Beseitigung von Baumängeln, die durch Nachlässigkeit und fehlender Baukontrolle entstehen, kostet im Schnitt mehr als 24.000 Euro zusätzlich.


Bestehen Sie auf einer förmlichen Bauabnahme

Mit der Bauabnahme bestätigt der Bauherr, dass der Auftragnehmer die bestellte Leistung vertragsgemäß erbracht hat. Die Bauabnahme ist ein wichtiger Rechtsakt. Denn mit ihr gehen alle Gefahren und Risiken auf den Bauherrn über. Jetzt beginnt auch die Gewährleistungsfrist. Bestehen Sie auf einem offiziellen Termin direkt auf der Baustelle, der sogenannten förmlichen Bauabnahme. Beim Abnahmetermin begleitet Sie Ihr unabhängiger Sachverständiger, der den Neubau für Sie fachmännisch prüft. Er sagt Ihnen, ob Sie den Bau – trotz kleinerer Mängel – abnehmen können. Bei größeren Mängeln oder wenn sich viele kleine Baufehler summieren, wird er Ihnen raten, die Abnahme zu verweigern. Die komplette Rechnung Ihres Baupartners begleichen Sie erst, wenn sämtliche Mängel wunschgemäß beseitigt sind.

Kontrollieren Sie Ihr Haus auch nach dem Einzug regelmäßig

Trotz aller Sorgfalt zeigen sich manche Mängel erst einige Zeit nach dem Einzug. Innerhalb einer Frist von fünf Jahren muss der Bauunternehmer Schäden auf eigene Kosten nachbessern. Lassen Sie auch innerhalb der Gewährleistungsfrist den Bau von einem Experten kontrollieren. So können sie versteckte Mängel erkennen und rechtzeitig Nachbesserung fordern.

Hier finden Sie Bau-Experten:

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