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Modellhäuser in verschiedenen Farben
Noch heute findet sich Asbest in vielen Häusern. fotolia/fotostar

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Asbestentsorgung: Vorschriften und Kosten

Wie Sie Asbest erkennen und entsorgen

Asbest findet sich noch in vielen Häusern. Wie erkennen Sie den giftigen Baustoff, welche Kosten und Vorschriften gelten für die Asbestentsorgung?

Asbest ist noch heute allgegenwärtig, trotz Verbot des einstmaligen „Wunderbaustoffs“. Vor allem in privaten Häusern aus den 60er und 70er Jahren finden wir noch immer Asbest. Das Mineral kam in vielen Produkten zum Einsatz – was Identifizierung und die sachgerechte Entsorgung schwierig macht.

Asbest – darum war der Baustoff so beliebt

Asbest besitzt eigentlich viele nützliche Eigenschaften. Der Baustoff ist besonders zugfest, elastisch und langlebig, hitze- und säurebeständig und mit Zement sehr gut mischbar. Die Minerale, die nach der Aufbereitung im Asbestwerk technisch verwendbare Fasern unterschiedlicher Länge besitzen, werden in Minen abgebaut. Über 3.000 unterschiedliche Produkte wurden laut Umweltbundesamt seit 1930 in Deutschland hergestellt.

Asbest ist gefährlich – und deshalb verboten

1993 jedoch hat man den Einsatz von Asbest in Deutschland verboten, 2005 in der gesamten EU. Denn es wurde nachgewiesen, dass das Einatmen der Asbestfasern – vor allem im Arbeitsumfeld, aber auch im privaten Haushalt – gesundheitsschädlich und sogar krebserregend ist. Deshalb muss Asbest unbedingt entsorgt werden.


Asbest-Fassade
Vor allem als Fassaden-Baustoff kam Asbest zum Einsatz. fotolia/ focus finder

Asbest im Haus – wo kommt er vor?

Noch heute finden wir viele Bauteile in älteren, privaten Häusern, die Asbest enthalten oder ganz und gar aus der Mineralfaser hergestellt wurden: vor allem Estriche, Fußbodenbeläge aus Kunststoff, Wandverkleidungen und Dacheindeckungen. Experten gehen davon aus, dass auch in Fliesenklebern, Spachtelmassen, Wandfarben, Putzen und Maurermörtel Asbest verarbeitet wurde. Asbestplatten oder -pappe kamen vor allem hinter Öfen als Brand- und Hitzeschutz zum Einsatz. Der Baustoff taucht zudem in alten Dichtungen und in älteren Elektrogeräten (z. B. Nachtspeicheröfen, Bügeleisen oder Toaster) auf.

Asbest – woran ist er zu erkennen?

Asbest können Sie an seiner grauen Farbe und der faserigen Struktur erkennen. Hauseigentümern gibt das Baujahr des Hauses Aufschluss. Achtung: Nach dem Verbot verwendete Ersatzstoffe sehen zwar ähnlich aus und wurden eventuell sogar mit dem Markennamen Eternit vertrieben, sind aber nicht mit Asbest belastet.


Asbest-Dach
Eigentümer sollten nur fachkundige Firmen mit dem Abbau eines alten Asbest-Daches betrauen. fotolia/ Francesco Scatena

Asbest-Gefahr für Heimwerker

Im privaten Haushalt kommt es zu Belastungen mit Asbest, wenn Fasern freigesetzt und eingeatmet werden – etwa wenn sich der Fußboden abnutzt oder in Teilen porös wird. Heimwerker bringen sich bei Renovierungsarbeiten in Gefahr, wenn sie asbesthaltige Bauteile anbohren oder ansägen oder wenn sie Bauteile nicht sachgemäß ausbauen und entsorgen. Dann entsteht Faserfeinstaub, der tief in die Lungen eindringt und sich dort festsetzt.

Asbest – was tun im Zweifelsfall?

Wer unsicher ist, ob in seinem Haus oder der Wohnung Asbest verbaut wurde, wendet sich an Gesundheits- oder Umweltamt, TÜV oder die Verbraucherberatungen. Eine Raumluftanalyse empfiehlt sich nicht unbedingt, erklärt das Umweltbundesamt auf seiner Webseite. Demnach gefährden funktionstüchtige eingebaute Asbestzementprodukte die Gesundheit der Bewohner nicht.

Ein Bausachverständiger sollte den baulichen und technischen Zustand des Gebäudes nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe 519 (TRGS 519) untersuchen. Wer dennoch eine Raumluftanalyse durchführen möchte: Ein Schnelltest kostet um die 70 Euro, eine umfassende Analyse kann über 1.000 Euro kosten.

Asbest – Rückbau clever planen

Asbesthaltiges Material darf nur von Firmen entfernt werden, die den Sachkundenachweis gemäß TRGS 519 vorweisen können. Auskunft, welche Firma sich eignet, geben Gewerbeaufsichtsämter oder der Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V., rät die Stiftung Warentest

Kosten für die Asbestentsorgung

Eine Asbestentsorgung ist teuer. Der Baustoff gilt als Sondermüll und muss zunächst sicher verpackt werden, ehe er zur Deponie gebracht werden kann. Dort fallen Preise nach Kubikmeter an, die regional differieren.

Kalkulieren Sie für die eventuelle Gerüstmiete, Ausbau und Entsorgung durch eine Fachfirma, Schutzfolien und Verpackungsmaterial – bezogen auf ein ganzes Haus – insgesamt mehrere tausend Euro ein. Richtwert: Für ein Dachgeschoss von 100 Quadratmetern können Sie mit Kosten von 5.000 bis 8.000 Euro rechnen. Bei Mietern werden die Kosten für die Asbestentsorgung vom Vermieter und Eigentümer getragen.

Hauswert steigt nach Asbestentsorgung

Viele Hauseigentümer fragen sich, warum sie Kosten und Mühen einer Sanierung auf sich nehmen sollten. Wer das Thema bei sich zu Hause in Angriff nehmen möchte, lässt sich im Vorfeld beraten und von zertifizierten Firmen Kostenvoranschläge vorlegen.

So viel ist sicher: Eine Immobilie ohne Asbest ist deutlich mehr wert als eine, in der Asbest verbaut wurde. Eine Sanierung ist eine wertsteigernde Maßnahme, die sich mit einem Bausparvertrag finanzieren lässt. Außerdem können Sie die Kosten von der Steuer absetzen. Sofern es sich um eine energetische Sanierung handelt, kann diese auch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert werden.


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