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Smart Home – Wie werden wir in Zukunft wohnen?

Der diesjährige Hessische Architektentag/LBS-Baudialog widmete sich den verschiedenen Perspektiven von Smart Home – ein echtes Trendthema. Rund 650 Experten – Architekten, Stadtplaner, Innen- und Landschaftsarchitekten – zeigten in der ausgebuchten Hugenottenhalle in Neu-Isenburg anhand von Beispielen für intelligentes Wohnen die Vielfältigkeit dieses Themas und die Relevanz für den Berufsstand.

Veranstalter des Kongresses ist die Akademie der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH). Zum sechsten – und allerdings letzten – Mal war die LBS Hessen-Thüringen Kooperationspartner. Moderiert wurde die Tagung von der F.A.Z.-Redakteurin Mechthild Harting. Smart Home verknüpft soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte unter Berücksichtigung effizient eingesetzter Technik in Wohnräumen. Im Mittelpunkt stehen eine Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität, mehr Sicherheit und eine effiziente Energienutzung. Im Einführungsinterview stellte AKH-Präsidentin Brigitte Holz klar, dass dringend zukunftsweisender und bezahlbarer Wohnraum benötigt werde. Sie sieht da ganz klar die Politik in der Pflicht. Roland Erbe, Abteilungsleiter LBS-Unternehmensentwicklung, positionierte seine Bausparkasse im Interview als der Finanzdienstleister für alle Facetten rund um das Thema Smart Home.

Architekten, Planer und Bauherren diskutierten die Fragen: Wie sehen zukunftsweisende Wohnformen aus und wie werden diese durch die Digitalisierung beeinflusst? Wie können soziale(re)s Wohnen, Arbeiten und Mobilität miteinander verknüpft werden? Wie nachhaltig können smarte Gebäude in der Stadt von morgen sein? Alle Referenten zu dem Thema waren sich einig, dass es bei Smart Home nicht darum geht, dass der Kühlschrank den Joghurt online bestellt. Vernetzung und Kommunikation waren oft genannte Schlagworte. Die Technik unterstützt dabei, steht aber nicht im Vordergrund.

Axel Bienhaus, Architekt, AS+P, Frankfurt: „New Cities – Wie vernetzt leben wir in der Stadt von morgen?“

In seinem Vortrag ging Bienhaus auf die Herausforderungen der modernen Stadtplanung sowie die sich verändernden Prozesse in der Stadt ein. Themen wie Living 2040+, Klimawandel, Nachhaltigkeit aber auch ein bewusstes Umdenken und Umstellen der eigenen Lebensgewohnheiten (Stichworte Wasserverbrauch, Nahrungsmittelproduktion) wurden erörtert. „Planen heißt in die Zukunft schauen.“

Julian Weyer, Architekt, C.F. Møller, Aarhus: „New Living – Wie könnten Wohnformen der Zukunft aussehen?“

Für den in Dänemark lebenden Architekten lautet die Frage „Wie wollen wir wohnen?“ und nicht „Wie werden wir wohnen?“ „Das Ideal ist die Einfachheit, selber wählen zu können – zwischen sozialem Leben und Stille, grünen Umgebungen oder Stadtleben.“ Dabei spielen seiner Meinung nach Werte und andere Formen der Dichte eine große Rolle für die Architektur der Zukunft.

Eike Becker, Architekt, Eike Becker Architekten, Berlin: „New Architecture – Wie lassen sich neue Technologien und soziale(re)s Wohnen verknüpfen?“

Für den Designer ist smart=vernetzt+sozial. Er fordert von seinen Kollegen, dass sie Optimismus und Klugheit entwickeln. „Damit Architektur und effektive Technik auch kein Widerspruch sind, setzen wir das Konzept des integrierten Designteams um. Durch projektbezogen eingebundene Experten aus den Bereichen Design, Kunst, Landschafts- und Innenarchitektur lässt sich unsere Entwurfsidee bis ins Detail verwirklichen.“

Claudia Meixner, Architektin, Meixner, Schlüter, Wendt, Frankfurt: „New Rising – Wie wohnt man im Wohnhochhaus/Wahrzeichen?“

Die Stipendiatin der Villa Massimo bietet keine Lösungen und Rezepte an, sondern forciert das Weiterdenken der gegebenen Bedingungen und momentanen Bedürfnisse. So ist sie auch bei der Planung und dem Neubau des Wohnhochhauses Henninger Turm, einem Wahrzeichen von Frankfurt, vorgegangen. „Die räumliche Vernetzung ist extrem spannend. Wir müssen Verbindungen herstellen und so die Kommunikation fördern.“

Christoph Hesse, Architekt und Stadtplaner, Christoph Hesse Architects, Korbach: „New Home – Wie smart kann Behaglichkeit sein?“

Für den Lehrstuhlinhaber an der Universität Kassel sind die Sehnsüchte der Menschen wichtig und nicht die Technik. Wie baut man optimal an dem richtigen Ort? Und wie transportiert man das in die Zukunft? Hesse ist überzeugt davon, dass „es die Aufgabe des Architekten ist, eine dem Umfeld angemessene atmosphärische Gestaltung mit den steigenden Ansprüchen der Bauherren in Einklang zu bringen.“

Prof. Dr. Werner Sobek, Architekt und Ingenieur, Firmengruppe Werner Sobek, Stuttgart: „New Construction – Wie beeinflussen Digitalisierung und Nachhaltigkeit das Wohnen?“

Der Visionär sieht Smart Home mit seinen technischen Möglichkeiten als unvermeidlich, aber auch als sinnvoll an. Seiner Meinung nach muss der Bogen aber viel weiter gespannt werden als nur zwischen Energie und Bauwesen. „Wir stehen vor einem essenziellen Materialproblem, einem Massenstromproblem, einem Verfügbarkeitsproblem. Wir müssen den gängigen städtebaulichen Ansatz überwinden und Lösungen für den entstehenden Bedarf auf Basis der Bevölkerungsexplosion entwickeln.“

Infos zum Architektentag/LBS-Baudialog

  • Die Tagung ist mit rund 650 Teilnehmern die größte jährliche Zusammenkunft aller hessischen Architekten im Land.
  • Die Veranstaltung gilt als Fortbildungsmaßnahme für hessische Architekten.
  • 2018 hat der Architektentag zum 25. Mal stattgefunden.
  • Die LBS Hessen-Thüringen war seit 2013 Kooperationspartner der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) beim Hessischen Architektentag/LBS-Baudialog.
Fotos: Nils A. Petersen | Fotografie