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Pärchen sitzt vor offenem Kamin © iStock/petrenkod
Ein offener Kamin sorgt für wohlige Wärme. Jedoch sind beim Einbau einige Regeln zu beachten.

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Offener Kamin: Diese Vorschriften sollten Sie beachten

Ein offener Kamin sieht schön aus, unterliegt aber einigen Vorschriften

Ein offener Kamin verspricht wohlige Atmosphäre. Beim Einbau müssen Sie allerdings viele Richtlinien beachten.

Ein offener Kamin ist ein echter Hingucker und sorgt für Lagerfeuer-Romantik im Wohnzimmer. Doch wer sich einen Kamin ins Eigenheim bauen möchte, muss sich zuerst durch einen Paragraphen- und Vorschriften-Dschungel kämpfen. Denn: Generell ist in Deutschland alles, was mit Heizen und Feuer zu tun hat, akribisch genau geregelt.

Was muss ich vor dem Kamin-Einbau beachten?

Bevor Sie einen offenen Kamin in Ihren vier Wänden einbauen, lassen Sie sich am besten von Ihrem Bezirksschornsteinfeger beraten. Er gibt Ihnen eine neutrale Expertise. Noch dazu muss er in manchen Städten und Gemeinden das Kamin-Projekt vor Baustart genehmigen. Danach können Sie einen Kaminbauer beauftragen, der mit Ihnen den Kamin plant und einbaut.

Brauche ich einen separaten Schornstein?

Grundsätzlich gilt: Auch in Neubauten ist ein offener Kamin erlaubt und darf eingebaut werden. Jedoch ist dabei zu beachten, dass Sie einen separaten Schornstein brauchen, der ausschließlich für diesen Kamin benutzt wird – eine Mehrfachnutzung ist nicht möglich. Der Einbau des Schornsteins ist in der Bundesemissionsverordnung penibel geregelt, insbesondere der Abstand zum Nachbarn und wie hoch der Schornstein sein darf bzw. muss. Schornsteinfeger und Kaminbauer kennen alle diese Vorschriften und Anforderungen.

Welche Vorschriften gelten für den Bau eines offenen Kamins?

Generell sind diverse Brandschutzanforderungen einzuhalten, die allerdings länderspezifisch geregelt sind. Hier hilft ebenfalls der Schornsteinfeger gerne weiter. Ein wichtiger Aspekt ist die nötige Frischluftzufuhr. Durch die Ausstöße eines offenen Kamins sollten Sie dringend eine zusätzliche Frischluftzufuhr einplanen. Diese kann in Form eines Fensters schon gegeben sein. Sollten Sie jedoch planen, eine Feuerstelle in einem Raum ohne Fenster einzubauen, könnte ein zusätzliches Lüftungsrohr nach draußen oder eine Raum-zu-Raum-Verbindung in Form eines Lüftungsgitters (wenn im Nebenzimmer eine Frischluftzufuhr besteht) die Lösung sein.

Wie sorge ich für den nötigen Brandschutz?

Achten Sie auf die Abstände in den Räumlichkeiten. Möbel und brennbare Materialien müssen ausreichende Abstände zur Feuerstelle einhalten, Holz- oder Teppichböden müssen mit entsprechenden Schutzvorrichtungen versehen werden. Zusätzlich müssen auch die Wände hinter dem offenen Kamin feuerresistent sein. Diese Abmessungen und Prüfungen nimmt ebenfalls der von Ihnen vor Einbau kontaktierte Bezirksschornsteinfeger vor.

Was muss ich bei der Benutzung beachten?

Sobald der Kamin eingebaut ist, hören die gesetzlichen Regelungen nicht auf: In der Verordnung über kleinere und mittlere Feuerungsanlagen im Bundes-Immissionsschutzgesetz (1. BImSchV ) ist ein offener Kamin eine Feuerstätte für feste Brennstoffe, die bestimmungsgemäß offen betrieben werden kann, soweit die Feuerstätte nicht ausschließlich für die Zubereitung von Speisen bestimmt ist (§2 Nr. 12).

Wie häufig darf ich einen offenen Kamin benutzen?

Eine weitere Einschränkung ist die tatsächlich erlaubte Nutzung. In Abschnitt 2 des BImSchV ist diese geregelt: „Offene Kamine dürfen nur gelegentlich betrieben werden.“ Was noch relativ flexibel klingt, wurde vom Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz bereits 1991 konkretisiert. Das legte nämlich fest, dass eine Beschränkung des Betriebs auf 8 Tage im Monat für 5 Stunden rechtmäßig ist (Az.: 7 B 10342/91). Es ist also untersagt, den Kamin regelmäßig und als dauerhafte Wohnraumheizung einzusetzen.

Zwar nicht gesetzlich geregelt, aber: Einen offenen Kamin wegen des potenziellen Funkenflugs niemals unbeaufsichtigt lassen. Bitte entfernen Sie sich erst, wenn das Kaminfeuer vollständig heruntergebrannt ist.

Was darf ich im offenen Kamin verbrennen?

Sie können nicht alles in Ihrem Kamin verheizen. Diverse Materialien haben im offenen Kamin nichts zu suchen und sind verboten. Folgende feste Brennstoffe sind erlaubt:

  • Steinkohle
  • Braunkohle
  • Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts
  • Naturbelassenes stückiges Holz sowie Reisig und Zapfen
  • Naturbelassenes nicht stückiges Holz, insbesondere Sägemehl, Späne und Schleifstaub

Gibt es Vorschriften zu Emissionswerten?

Wegen der eingeschränkt möglichen Nutzung gibt es keine Emissionsgrenzwerte für offene Kamine. Bei geschlossenen Kaminöfen müssen Sie allerdings gewährleisten, dass die Emissionswerte einen gewissen Wert nicht übersteigen. Dieser kann entweder durch Vorlage einer Prüfstandsmessbescheinigung des Herstellers oder durch eine Messung durch eine Schornsteinfegerin oder einen Schornsteinfeger festgestellt werden. Bei einem Heizkamin oder einer Heizkassette beträgt dieser Wert maximal 1,25 Gramm Kohlenstoffmonoxid (CO) pro Kubikmeter und 0,04 Gramm Staub pro Kubikmeter.

Was kostet der Bau eines offenen Kamins?

Wie in vielen Bereichen gibt es bei offenen Kaminen eine ziemlich große Preisspanne. Und wenn Sie einen Kamin in bestehende Bausubstanz einbauen, kommen hier extra Umbaukosten fürs Mauerwerk und den Schornsteinbau hinzu. Im Groben müssen Sie mit folgenden Kosten für den Bausatz (ohne die Montage) rechnen:


Unteres Preissegment Mittleres Preissegment Oberes Preissegment
1.250 – 2.000 Euro 2.000 – 3.000 Euro 3.000 – 4.000 Euro

Kann ich einen vorhandenen Kamin nachrüsten?

Jederzeit können Sie Ihren offenen Kamin nachrüsten – jedoch ist dies keine Pflicht. Kontaktieren Sie auch in diesem Fall vorab Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfeger und besprechen Ihren Plan. Sie haben die Möglichkeit, den offenen Kamin mit einer Heizkassette zu verkleiden. Auf diese Art und Weise wird der Kamin effizienter und sicherer.

Wie viel kostet die Nachrüstung?

Was es kostet, Ihren offenen Kamin umzurüsten, kommt immer auf die Maßnahmen an, die Sie vornehmen möchten. Wenn Sie beispielsweise eine einfache Ausführung einer Heizkassette einbauen lassen möchten, beträgt die Rechnung womöglich sogar unter 1.000 Euro. Im Durchschnitt müssen Sie für das Nachrüsten aber mit etwa 2.500 Euro rechnen.

Ein offener Kamin als Deko – geht das?

Wenn Sie einen offenen Kamin rein zur Zierde in Ihrem Wohnzimmer haben möchten: kein Problem! Dabei ist nach der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) darauf zu achten, dass der Kamin an einen eigenen Schornstein angeschlossen ist und dieser regelmäßig gereinigt und überprüft wird.

Welche Vorteile bietet ein Heizkamin?

Nichtsdestotrotz sollten Sie sich im Fall einer Neuanschaffung überlegen, ob nicht doch ein Heizkamin oder eine Heizkassette sinnvoller ist. Denn auch hier können Sie dem Feuer zuschauen, ganz nebenbei ist der Sicherheitsaspekt gewährleistet und der Verbrennungsvorgang und damit auch der Wirkungsgrad viel effektiver. Tatsächlich liegt der Wirkungsgrad der abgegebenen Wärmeleistung bei einem offenen Kamin selten über 20 Prozent. Ein geschlossener Kaminofen dagegen hat meist eine Effizienz von bis zu 90 Prozent.


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