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Architekturpreis geht nach Köln: Spiel mit den Höhen

Geniales Ausbaukonzept für neuen Wohnraum unter dem Dach gewinnt 5.000 Euro

Köln (LBS). Nüchtern betrachtet und mit aller gebotenen Zurückhaltung trifft das Wort „Dacherweiterung“ zu. Es beschreibt diesen genialen und vielschichtigen Dachausbau allerdings nur sehr unzureichend. Und weil auch die Stadt Köln sich die Wiederherstellung des ursprünglichen Satteldachvolumens in dem Mehrfamilienhaus wünschte, stand der späteren Erweiterung unter dem First rein baurechtlich nichts mehr im Weg. „Das war für uns natürlich ein echter Glücksfall“, sagt Bauherrin Anne Malguth, die das Projekt zusammen mit ihrem Mann Jan verwirklichte. Ihr Mut und ihre Kreativität zeichnet sich aus: Das Ausbauprojekt in Köln gewinnt beim diesjährigen Architekturwettbewerb „Das Goldene Haus“ der Bau- und Wohnzeitschrift Das Haus und LBS einen Hauptpreis in Höhe von 5.000 Euro.

„Auf so manchem Dachboden schlummert ein enormes Potential, um neuen Wohnraum zu schaffen. Dieser Raum wird von vielen Gemeinden und Städten aber oft nicht freigegeben und damit eine tolle Chance zur Nachverdichtung vergeben“, sagt Architekt und Jurymitglied Gunnar Brand aus der Das Haus-Redaktion.

Der ausführende Architekt Matthias Hoffmann entwickelte daraufhin ein sehr differenziertes Raumkonzept, das mit geschlossenen und offenen Räumen agiert, sowie gekonnt mit unterschiedlichen Raumhöhen spielt. Zu einer Seite zeigt sich der Raum offen und reicht bis unter den First. Auf der anderen Seite sind die Zimmer unter die Dachschräge geschoben. Oberhalb der Zimmer bleibt Platz für eine schmale Galerie, die als Rückzugsort genutzt werden kann.

Das Wohnzimmer duckt sich unter die große Gaube und vermittelt Geborgenheit. Der Essbereich und die Küche wiederum haben eine Raumhöhe bis unter den First. Im Gäste-Badezimmer wartet eine echte Überraschung: Hinter der Rundung, die auch in den Wohnraum greift, verbirgt sich eine Dusche, die von einem Oberlicht mit Tageslicht geflutet wird. „Es ist jedes Mal wieder ein tolles Erlebnis, hier zu duschen“, sagt Jan Malguth.

„Der Entwurf basiert auf wenigen Elementen, die durch ihre unterschiedliche Materialität klar ablesbar sind: Die Tragstruktur des Daches ist grau lackiert, das Dach selbst ist mit weiß lasierten Holzplatten verkleidet. Das Rückgrat der Wohnung bildet die gelbe Wand, hinter der sich die Schlafräume verbergen. Alle weiteren Wände sind weiß belassen“, erklärt Architekt Hoffmann das Konzept.

„Ein besonderer Dachausbau, der trotzdem selbstverständlich wirkt und für eine junge Familie qualitativ hochwertigen Wohnraum über den Dächern der Stadt geschaffen hat. Es wäre schön, wenn dieser Entwurf als Blaupause und Inspiration für die vielen ungenutzten Dachräume in Köln und Umgebung dienen würde“, sagt LBS-Gebietsleiter Varujan Catak.

Wie wichtig Wohnräume für unsere Lebensqualität sind, das zeigte sich gerade jetzt in der Pandemie, in der jeder viel Zeit zu Hause verbracht hat. Der diesjährige Bauherrenwettbewerb von Das Haus und LBS stand nicht nur deshalb unter dem Thema „Wohnen und Wohlfühlen“. Bei guter Gestaltung und hoher Funktionalität erleichtert uns das eigene Zuhause leben und arbeiten.

Und so sieht's in Köln aus: Zum Video bitte hier klicken (MOV 52,613 MB)