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Das kostet eine Gasheizung

Welche Kosten beim Heizen mit Gas entstehen und welche Technik sich eignet

Geben Sie ihrem Haus neue Energie: mit einer Gasheizung. Erfahren Sie, was Modernisierung und Betrieb kosten und welche Technik es gibt.

Erdgas ist das Heizsystem Nummer eins in Deutschland. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft werden knapp die Hälfte aller Wohngebäude in Deutschland mit einer Gasheizung betrieben. Die Politik will das ändern: Der Klimaschutzplan der Bundesregierung will Heizanlagen mit fossilen Brennstoffen ab 2030 in Neubauten verbieten, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Aber: Die Klimabilanz von Erdgasheizungen ließe sich durchaus schon heute durch die Modernisierung veralteter Heizkessel sowie den Einsatz von Biogas erheblich verbessern.

Vorteile einer Gasheizung

Gas gilt als sehr gut verfügbarer fossiler Brennstoff für Heizungssysteme und bietet eine gute Versorgungssicherheit. Zudem ist Erdgas günstig: Während eine Kilowattstunde Erdgas 6,23 Cent kostet, kommt zum Beispiel eine Kilowattstunde Strom für Wärmepumpen auf 23 Cent. Außerdem sind moderne Anlagen echte Raumsparwunder: Gasheizungen können je nach Ausführung platzsparend an der Wand hängen.


Moderne Gasheizungsanlage
Moderne Gasheizungen sparen bis zu 25 Prozent Energie, da sie Wärme aus Abgasen zurückgewinnen. © Fotolia

Darum alte Gasheizung modernisieren

Wer jetzt seine alte Heizungstechnik modernisiert, spart sofort. Einen alten Heizkessel durch ein modernes Gas-Brennwertgerät zu ersetzen, spart um die 25 Prozent Heizkosten. Der Grund: weniger Energieverlust. Denn alte Gasheizanlagen lassen das im Erdgas enthaltene Wasser ungenutzt verdampfen, wertvolle Energie geht verloren. Neue Gasheizungen hingegen sind Geizhälse, nutzen jedes Quäntchen Wärme und produzieren weniger Abgasmenge. Moderne Gaskessel kühlen die Abgase und ziehen aus der frei werdenden Kondensationswärme zusätzliche Energie. Moderne Gasheizungen erzielen so Heizwerte bis 112 Prozent.

So heizen moderne Gasheizungen

Moderne Geräte arbeiten sparsam, leise und sauber. Gebläsebrenner zerstäuben Gas zu Nebel, ein Gebläse dosiert die Verbrennungsluft. Dabei unterscheidet man drei Verbrenner-Typen:

1. Katalytische Gasbrenner heizen ohne Flamme. An einer Edelstahlkugel „verbrennt“ das Gas katalytisch; die Glühzone ist kühler, weniger Schadstoffe entstehen. Eine Beschichtung vergrößert die Oberfläche – noch weniger Stickoxide.

2. Andere Hersteller verwenden flache Gasbrenner, eine Matte aus gelochten Keramikfasern heizt ein. Gas verbrennt gleichmäßig als Flammenteppich – weniger Schadstoffe, längere Lebensdauer.

3. Atmosphärische Gasbrenner sind unten offen, Verbrennungsluft strömt durch den Schornsteinzug in die Brennkammer.

Gesamtkosten für eine neue Gasheizung

Der Einbau einer Komplettanlage für ein Einfamilienhaus (4-Personen-Haushalt) kostet im Schnitt um die 8.000 Euro, Preisspanne nach oben und unten offen. Denn: Die Kosten für eine Gasheizung sind von vielen Faktoren abhängig.


Komponente Preis (ca.)
Gaskessel oder -Brennwertgerät 1.700 bis 5.000 Euro
Gasbrenner mit integrierter Solarthermie 10.000 Euro
Gastherme ab 1.500 Euro
Warmwasserspeicher 800 bis 1.500 Euro
Abgasleitung 1.000 bis 1.500 Euro
Gasanschluss (falls nicht vorhanden) 2.000 Euro
Installation 500 bis 2.000 Euro

Die angegebenen Beträge sind Richtwerte, an denen man sich aber gut orientieren kann. Schließlich sind die Preisspannen insbesondere für die Heiztechnik je nach Fabrikat enorm. Auch beim Einbau der Heizung hängen die Handwerkskosten natürlich vom Installateursbetrieb ab.

Die Heiztechnik beeinflusst den Preis

Herzstück jeder Gasheizung sind Kessel bzw. Brenner. Wie viel Sie dafür ausgeben, hängt wesentlich von der technischen Ausstattung ab. An folgenden Werten können Sie sich orientieren:

  • Einfache Niedertemperaturkessel sind deutlich preiswerter als Gasheizungen mit Brennwerttechnik. Niedrigtemperaturkessel kosten ca. 1.500 Euro ohne Speicher, rund 2.000 Euro mit integriertem Speicher
  • Gasheizungen mit Brennwerttechnik für die Wandmontage sind rund 500 bis 800 Euro teurer, bodenstehende Brennwertkessel kosten ca. 1.000 bis 1.500 Euro mehr


Heizkessel
Gas-Heizkessel sind mittlerweile kompakte Geräte, die sogar an die Wand montiert werden können. © Fotolia

Aber: Bevor Sie jetzt panisch den Taschenrechner bemühen und sich wegen eines knappen Budgets für die günstigere Variante entscheiden, sollten Sie erst gut überlegen. Der Einbau einer Brennwertheizung verursacht im laufenden Betrieb nämlich erheblich geringere Kosten als die Kesseltechnik. Auch die Größe beeinflusst die Kosten der Gasheizung. Ermitteln Sie also sorgfältig, was Sie verbrauchen. Für ein Vier-Personen-Einfamilienhaus reicht in der Regel eine Wärmeleistung von 15 bis 20 Kilowatt.

Heizkosten für Gas berechnen

Was der Betrieb einer Gasheizung kostet, lässt sich nur grob berechnen und hängt von vielen Faktoren ab: wird das Gas nur zum Heizen oder auch für die Warmwasseraufbereitung genutzt, wie viele Bewohner leben im Haushalt, Alter und der energetische Standard des Gebäudes, die Höhe der Räume und natürlich der Gaspreis. Statistisch kostet eine Gasheizung etwa 11,56 Euro pro Quadratmeter im Jahr. Der jährliche Durchschnittsverbrauch für Gasheizungen in Deutschland (ohne Warmwassererzeugung) liegt bei etwa 140 bis 160 kWh je Quadratmeter Wohnfläche.

Auf den energetische Standard kommt es an

Gas ist dabei teurer als Erdöl oder Pellets. Aber: Wie bereits beschrieben, ist der Gasverbrauch vor allem vom energetischen Standard des Gebäudes abhängig. Folgendes Beispiel verdeutlicht das: Bei einer beheizbaren Wohnfläche von 200 Quadratmetern kommt ein ungedämmtes Haus auf ca. 2.900 Euro Heizkosten pro Jahr, ein KfW-Effizienzhaus 70 auf ca. 630 Euro, ein Passivhaus sogar nur auf etwa 215 Euro pro Jahr.