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Niedrigzinsen für die Altersvorsorge nutzen

30.05.2016 - Infodienst Bauen und Finanzieren

Niedrigzinsen für die Altersvorsorge nutzen

Die anhaltend niedrigen Zinsen machen es immer schwerer, für das Alter vorzusorgen. Die Renditen für Tages- und Festgeld, Sparbücher und Co. liegen nun schon seit Jahren bei nahezu null. Doch es gibt auch einen Weg, die Minizinsen für die Altersvorsorge zu nutzen.

Denn während sich Sparen kaum noch rechnet, wird Finanzieren immer günstiger. Das lohnt sich zum Beispiel für alle, die eine Immobilie kaufen oder bauen möchten. Die Zinsen sind dafür so günstig wie noch nie. Und mit Bausparen lässt sich dieses historisch niedrige Niveau langfristig sichern, denn die Konditionen für das spätere Darlehen stehen von Beginn an für die gesamte Laufzeit fest. „Morgen mit den Zinsen von heute bauen – das ist der klassische Vorteil eines Bausparvertrags“, erklärt LBS-Experte Gregor Schneider. Damit sind die Finanzierungskosten kalkulierbar und der Sprung ins Eigenheim wird für immer mehr Menschen einfacher denn je.

Tatsächlich werden Immobilien als Altersvorsorge immer attraktiver. Laut Trendindikator 2015, einer Umfrage von TNS Infratest unter anderem im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS), sehen 78 Prozent der Deutschen das eigene Zuhause als sichere Altersvorsorge an, für knapp zwei Drittel ist es sogar die beste. Das wundert nicht, denn eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus bieten Vorteile, die andere Vorsorgeprodukte nicht leisten können: So können Immobilienbesitzer ihre Altersvorsorge „aus Stein“ ab dem Tag des Einzugs nutzen. Und anstatt jeden Monat Geld auf das Konto eines Vermieters einzuzahlen, fließt dieser Betrag in die eigenen vier Wände.

Doch damit nicht genug: Wer in der abbezahlten eigenen Immobilie lebt, spürt die finanziellen Vorteile vor allem im Rentenalter, wenn die Einkünfte geringer sind. Schließlich frisst die Miete in der Regel einen erheblichen Teil der Rente auf: Eine 60-Quadratmeter-Wohnung zum Beispiel kostet derzeit in Deutschland durchschnittlich 435 Euro kalt – in großen Städten und Ballungsgebieten meist sogar deutlich mehr. Wer im Eigentum lebt, hat diesen Betrag Monat für Monat mehr im Portmonee.


30.05.2016 - Infodienst Bauen und Finanzieren

Immobilienpreise für 925 Städte online

Der LBS-Immobilienpreisspiegel ist ab sofort online abrufbar. Unter der Adresse www.lbs-markt-fuer-wohnimmobilien.de sind detaillierte Preis-Recherchen möglich. Der Auftritt umfasst typische Werte für Eigenheime, Eigentumswohnungen und Bauland in 925 Städten. Zahlreiche Such- und Filterfunktionen ermöglichen es, individuell und komfortabel im Preisspiegel zu recherchieren. Die Daten werden jeweils im Frühjahr von den Immobilienexperten der Landesbausparkassen und Sparkassen erhoben.

www.lbs-markt-fuer-wohnimmobilien.de


30.05.2016 - Infodienst Bauen und Finanzieren

So fördert der Staat die eigenen vier Wände

Mit der Riester-Förderung unterstützt der Staat die Bürger mit Zulagen und Steuervorteilen bei ihrer privaten Altersvorsorge. 2008 hat der Gesetzgeber die Riester-Förderung, die bis dahin auf das Sparen begrenzt war (Geld-Riester), auf Immobilien als Altersvorsorge ausgedehnt (Wohn-Riester). Seitdem wird auch die Finanzierung eines Hauses oder einer Wohnung mit einem Riester-Darlehen oder einem Riester-Bausparvertrag gefördert. Voraussetzung dafür ist, dass die Immobilie selbst genutzt wird. Bis Ende 2015 wurden mehr als 1,5 Millionen Wohn-Riester-Verträge in Deutschland abgeschlossen. Und das hat gute Gründe:

1 - Staatliche Zulagen sichern
Jeder Förderberechtigte, der einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, erhält eine jährliche Grundzulage von bis zu 154 Euro. Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es weitere 185 Euro, für Kinder, die nach 2008 geboren wurden, sogar 300 Euro. Das summiert sich. Voraussetzung: Um die volle Förderung zu erhalten, müssen Wohn-Riester-Sparer vier Prozent ihres Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen, jedoch maximal 2100 Euro in ihren Vertrag einzahlen.

2 - Keine Einkommensgrenzen
Förderberechtigt ist, wer in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Ebenso Beamte, Berufssoldaten, Richter oder Pfarrer. Ganz wichtig: Riester kennt keinerlei Einkommensgrenzen. Auch Ehepartner von Riester-Sparern, die nicht berufstätig sind, können die Förderung erhalten, wenn sie mindestens 60 Euro im Jahr in ihren eigenen Vertrag einzahlen.

3 - Zusätzliche Steuervorteile
Die Beiträge für den Riester-Vertrag können bis zu einer Höhe von 2.100 Euro als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

4 - Schneller ins Eigenheim
Anders als bei den Geld-Riester-Varianten (Rentenversicherung, Fonds- oder Banksparplan) werden die Zulagen beim Riester-Bausparen sowohl in der Spar-, als auch in der Darlehensphase gewährt. Sie fließen direkt in den Bausparvertrag und helfen damit sowohl beim Aufbau von Eigenkapital als auch bei der Tilgung.

5 - Immobilienbesitzer aufgepasst
Auch wer seine Immobilie vor 2008 angeschafft hat, kann von der Wohn-Riester-Förderung profitieren und seinen bestehenden Immobilienkredit umschulden. Voraussetzung ist, dass der ursprüngliche Kredit zum Kauf oder Bau einer selbst genutzten Immobilie eingesetzt wurde.


30.05.2016 - Infodienst Bauen und Finanzieren

Kaufen ist günstiger als Mieten

Mieten und Immobilienpreise sind in den Großstädten seit 2010 kräftig gestiegen. Gleichzeitig wird das Wohnen in einer selbstgenutzten eigenen Immobilie im Vergleich zum Mietwohnen finanziell immer attraktiver. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IdW). Dabei wurden die Kosten von Mietern (Nettokaltmiete) und die von Selbstnutzern (Kaufpreis, Instandsetzungs- und Abnutzungskosten etc.) in monatliche Zahlungsströme umgerechnet und miteinander verglichen. Das Ergebnis: Schon 2010 lagen die Kosten von Selbstnutzern einer eigenen Immobilie unter den Kosten der Mieter. Seitdem hätten sich die Zinsen halbiert und damit das Kaufen im Vergleich zum Mieten noch günstiger gemacht, heißt es in der Studie.


Material zum Download

Infodienst Bauen und Finanzieren (PDF 0,167 MB)

Kontakt

LBS Landesbausparkassen
Kathrin Hartwig

Telefon: 0711 183-2377

kathrin.hartwig@LBS-SW.de