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Was dir die KfW-Förderung für Photovoltaik bringt

Mit einer Photovoltaikanlage kannst du Solarstrom selbst erzeugen, verbrauchen, speichern oder ins Netz einspeisen. Für bestimmte Photovoltaik-Vorhaben bietet die KfW einen Förderkredit. Erfahre, welche Voraussetzungen gelten.

Ein Mann sitzt entspannt auf dem Boden und lehnt mit geschlossenen Augen an einem Solarmodul. Er trägt einen roten Pullover und genießt die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster fallen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit dem KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Standard (270)“ können unter anderem Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher über einen Förderkredit finanziert werden.

  • Die KfW finanziert bis zu 100 Prozent der Investitionskosten über einen Kredit. Privatpersonen können diesen nutzen, wenn sie zumindest einen Teil des erzeugten Stroms einspeisen.

  • Den KfW-Kredit beantragst du über einen Finanzierungspartner, zum Beispiel deine LBS. Wichtig: Der Antrag muss gestellt werden, bevor du mit dem Vorhaben beginnst.


Wie der KfW-Kredit für Photovoltaik funktioniert

Mit dem KfW-Förderkredit „Erneuerbare Energien – Standard“ (270) kannst du die Anschaffung und Installation einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) finanzieren. Förderfähig sind unter anderem PV-Anlagen und Batteriespeicher sowie zugehörige Kosten für Planung und Installation. Die KfW kann dabei bis zu 100 Prozent der Investitionskosten finanzieren.

Als Privatperson kannst du den Kredit nutzen, wenn du zumindest einen Teil des erzeugten Stroms einspeist. Es gelten Fördervoraussetzungen. So muss die Anlage den Anforderungen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien entsprechen. Den Antrag stellst du nicht direkt bei der KfW, sondern über einen Finanzierungspartner, etwa deine LBS.

Die Vorteile der KfW-Förderung im Überblick

  • Tilgungsfreie Anlaufzeit:

    Je nach gewählter Laufzeit sind bis zu fünf tilgungsfreie Anlaufjahre möglich. In dieser Zeit zahlst du nur Zinsen und tilgst noch nicht. Dadurch fällt die anfängliche monatliche Belastung geringer aus; zugleich bleibt zunächst eine höhere Restschuld bestehen.

  • Für Bausparvertrag geeignet:

    Zum Tilgen am Ende der Zinsbindung bei der KfW kannst du auch deinen Bausparvertrag nutzen, wenn dieser zuteilungsreif ist.

  • Finanzierung von bis zu 100 Prozent:

    Der Förderkredit kann bis zu 100 Prozent der Investitionskosten abdecken.

  • Mit anderen Förderprogrammen kombinierbar:

    Das KfW-Programm 270 lässt sich unter Umständen mit anderen Fördermitteln kombinieren.

  • Zusätzliche Einspeisevergütung:

    Die Einspeisevergütung kann grundsätzlich zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Das sind die Änderungen bei der Photovoltaik-Förderung 2026

Der Umstieg auf Photovoltaik kann sich lohnen, vor allem, wenn man einen Großteil des erzeugten Stroms selbst verbraucht. Zudem werden die Kosten für viele Module und Speicher immer günstiger.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde 2025 überarbeitet. Die wichtigsten Änderungen sind:

  • Für bestimmte neue Photovoltaikanlagen wird in Zeiten negativer Börsenstrompreise keine Einspeisevergütung gezahlt. Für Anlagen unter 100 kW gelten Übergangsregelungen, solange noch kein intelligentes Messsystem eingebaut ist. Die Förderlaufzeit wird jedoch um die Stunden der Nichtvergütung verlängert.
  • Für Photovoltaikanlagen mit mehr als 7 kW installierter Leistung gelten gesetzliche Vorgaben zur Ausstattung mit intelligenten Messsystemen und Steuerungseinrichtungen.
  • Solange die erforderliche Mess- und Steuerungstechnik noch nicht eingebaut und erfolgreich getestet wurde, kann für neue Anlagen mit Einspeisevergütung oder Mieterstromzuschlag eine Begrenzung der maximalen Wirkleistungseinspeisung auf 60 Prozent der installierten Leistung gelten.

Einspeisevergütung: Was du fürs Einspeisen ins öffentliche Netz bekommen kannst

Für Strom aus deiner Photovoltaikanlage, den du ins öffentliche Netz einspeist, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen eine Einspeisevergütung erhalten. Wie hoch sie ausfällt, hängt unter anderem von der Leistung der Anlage, der Art der Einspeisung und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab. Die jeweils geltenden Vergütungssätze findest du bei der Bundesnetzagentur.

Deine 5 Schritte zur KfW-Förderung Photovoltaik

  • 1. Schritt:

    Nutze die Beratung deines Finanzierungspartners, der auch den Kreditantrag für dich stellt. Das kann deine LBS, deine Sparkasse oder eine andere Bank sein.

  • 2. Schritt:

    Der Finanzierungspartner reicht den Antrag bei der KfW ein.

  • 3. Schritt:

    Die KfW prüft deine Unterlagen und entscheidet über die Förderung.

  • 4. Schritt:

    Wenn du eine Förderzusage erhältst, kannst du den Kreditvertrag beim Finanzierungspartner unterschreiben.

  • 5. Schritt:

    Du kannst mit der Umsetzung deines Vorhabens starten.

Häufige Fragen zur Photovoltaik-Förderung

Photovoltaik wird auch im Jahr 2026 gefördert. Die Bundesregierung hat die Förderung von PV-Anlagen mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) angepasst. Auch die Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Stromnetz gibt es nach wie vor. Für die Lieferung und Installation bestimmter Photovoltaikanlagen gilt weiterhin der Umsatzsteuersatz von 0 Prozent. Der Nullsteuersatz kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen auch wesentliche Komponenten und Batteriespeicher umfassen.

Neben dem KfW-Förderkredit 270 kann für eingespeisten Solarstrom unter Umständen eine Einspeisevergütung nach dem EEG infrage kommen. Darüber hinaus gibt es teilweise Förderprogramme der Länder oder Kommunen. Welche Programme aktuell verfügbar sind, kannst du unter anderem in der Förderdatenbank des Bundes prüfen.

Beim KfW-Förderprogramm 270 (Erneuerbare Energien – Standard) handelt es sich um einen Förderkredit, der nach der tilgungsfreien Anlaufzeit in regelmäßigen Raten zurückgezahlt werden muss. Die Kredithöhe richtet sich danach, wie viel die Anschaffung deiner PV-Anlage kostet und wie viel Geld du dir dafür leihen möchtest. Eine einhundert-prozentige Finanzierung ist möglich. Beim KfW-Programm 270 ist der individuelle Zinssatz bonitäts- und besicherungsabhängig.

Den Antrag auf eine KfW-Förderung für Solaranlagen muss ein Finanzierungspartner für dich stellen. Das kann zum Beispiel deine LBS, Sparkasse oder Bank sein. Deine LBS vor Ort berät dich gern dazu, welche Förderung grundsätzlich für dein Vorhaben infrage kommt. Möchtest du die KfW-Förderung Photovoltaik (Programm 270) nutzen, reicht dein Berater oder deine Beraterin den Antrag bei der KfW ein und informiert dich, sobald eine Entscheidung vorliegt. Bei einer Zusage kannst du den Kreditvertrag unterschreiben und in der Regel anschließend ein Unternehmen für das Vorhaben beauftragen.