Energetische Sanierung: Maßnahmen, Finanzierung und Förderungen
Mit einer gut gedämmten Gebäudehülle und einer effizienten Heizung kannst du langfristig Energie und Geld sparen. Doch zunächst ist eine Investition nötig. Oft kannst du dafür staatliche Förderungen nutzen.

Das Wichtigste in Kürze:
Eine energetische Sanierung umfasst Maßnahmen, die den Energieverbrauch eines Gebäudes dauerhaft senken, etwa durch eine bessere Dämmung, eine effiziente Heizung und den Einsatz erneuerbarer Energien.
Eine gute Planung und Energieberatung helfen dir, sinnvolle Maßnahmen aufeinander abzustimmen und Kosten sowie Einsparpotenziale frühzeitig einzuschätzen.
Für energetische Sanierungen stehen verschiedene staatliche Förderungen sowie Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wichtig ist, Fördermittel in der Regel vor Beginn der Maßnahmen zu beantragen.
Tipp zur aktuellen Heizungsförderung 2026
Du willst deine Heizung erneuern und von Förderungen profitieren? Der Staat übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 80 Prozent der Kosten für eine klimafreundliche Heizung. Informationen zur Bezuschussung findest du in unserem Artikel zur KfW-Heizungsförderung.
Was ist eine energetische Sanierung?
Eine energetische Sanierung umfasst bauliche und technische Maßnahmen, die den Energieverbrauch eines bestehenden Gebäudes senken. Dazu gehört zum Beispiel die Dämmung von Dach und Fassade, der Austausch alter Fenster, eine effizientere Heizung oder der Einsatz erneuerbarer Energien. Ziel ist es, weniger Energie zu verbrauchen, Heizkosten zu reduzieren und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß des Gebäudes zu senken.
Welche Maßnahmen sich lohnen können
Welche Maßnahmen sich am meisten lohnen, hängt vor allem vom energetischen Zustand des Gebäudes, der vorhandenen Heiztechnik, den Sanierungskosten und den möglichen Energieeinsparungen ab. Daher empfiehlt es sich, zunächst den energetischen Zustand deines Hauses zu prüfen. Eine Energieberatung zeigt, an welchen Stellen besonders viel Energie verloren geht und welche Sanierungsmaßnahmen das größte Einsparpotenzial bieten. Planst du mehrere Maßnahmen, kann ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) sinnvoll sein: Er ermittelt, welche Schritte sich für dein Gebäude eignen, in welcher Reihenfolge du sie umsetzen kannst und welche Fördermöglichkeiten bestehen.
Welche Maßnahmen gibt es bei einer energetischen Sanierung?
Typische Maßnahmen sind:
- Wärmedämmung, etwa von Fassade und Dach
- Einbau neuer Fenster und Außentüren
- Einbau einer energiesparsameren Heizungsanlage
- Optimieren einer bestehenden Heizung, etwa durch hydraulischen Abgleich oder das Dämmen von Heizungsrohren
- Nutzen von erneuerbaren Energien mit Wärmepumpe, Photovoltaik oder Solarthermie
- Dämmung der Kellerdecke
- Einbau einer Lüftungsanlage
Sind mehrere Maßnahmen geplant, kommt es auf ein gutes Timing an. Wenn du beispielsweise eine Photovoltaik- oder Solaranlage planst, sparst du unter Umständen, wenn du diese gleichzeitig mit der Außenwanddämmung oder Dachsanierung beauftragst. Denn das Gerüst um dein Haus steht bereits.
Eine Energieberatung mit einem Energie-Effizienz-Experten oder einer -Expertin lohnt sich vor allem dann, wenn du mehrere Maßnahmen planst. Du erhältst auf Wunsch einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Mit einer energetischen Sanierung kannst du die laufenden Kosten für Heizenergie deutlich senken.
Finde die passende Finanzierung für Maßnahmen der energetischen Sanierung
Für eine energetische Sanierung deiner Immobilie stehen dir verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben Eigenkapital kannst du beispielsweise einen zuteilungsreifen Bausparvertrag oder einen Modernisierungskredit nutzen. Auch das Guthaben in einem Riester geförderten Altersvorsorge-Bausparvertrag kann seit 2024 für bestimmte Maßnahmen einer energetischen Sanierung einer selbstgenutzten Immobilie eingesetzt werden. Je nach Vorhaben lassen sich außerdem staatliche Förderkredite und Zuschüsse von KfW oder BAFA einbinden. Welche Kombination zu deinem Vorhaben und deinem finanziellen Spielraum passt, kannst du gemeinsam mit deiner LBS klären.
Finanzierungsmöglichkeiten mit der LBS für jetzt oder später
LBS-Bausparvertrag:
Spare regelmäßig Eigenkapital an und sichere dir schon heute die Konditionen für ein zukünftiges Bauspardarlehen für dein Modernisierungsvorhaben. Die Fachleute der LBS empfehlen, je nach Zustand und Alter der Immobilie zwischen 1,50 und 3 Euro je Quadratmeter Wohnfläche im Monat zurückzulegen
LBS-Vorfinanzierung:
Ist dein Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif, lässt sich die Summe in der Regel vorfinanzieren. Nach Zuteilung löst der Bausparvertrag diese Vorfinanzierung ab und du tilgst anschließend nur noch das Bauspardarlehen. Das gibt dir Zinssicherheit bis zum Schluss.
LBS-Modernisierungskredit:
Einen LBS-Modernisierungskredit bis 50.000 Euro kannst du beispielhaft und unverbindlich direkt online mit unserem Rechner überschlagen. Summen bis 50.000 Euro für Renovierung und Sanierung finanziert die LBS mit Abschluss eines neuen Bausparvertrags auch ohne Grundschuldeintrag vor.
LBS-Bausparvertrag in Kombination mit KfW-Darlehen:
Wenn die Zinsbindung deines KfW-Förderdarlehens ausläuft, benötigst du eine sichere Anschlussfinanzierung. Je nach Situation kann sich dafür ein Bausparvertrag in Höhe der Restschuld gut eignen. So kannst du dir bei gutem Timing Planungssicherheit verschaffen, bis der Kredit vollständig getilgt ist.
Diese Förderungen gibt es für die energetische Sanierung
Für viele Maßnahmen einer energetischen Sanierung kannst du staatliche Fördermittel nutzen und so deine Kosten reduzieren. Je nach Vorhaben kommen beispielsweise Zuschüsse oder Förderkredite von KfW und BAFA infrage – etwa für den Heizungstausch, die Dämmung der Gebäudehülle oder die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus. Informiere dich möglichst frühzeitig über die Voraussetzungen, denn Fördermittel musst du in der Regel beantragen, bevor die Arbeiten beginnen.
Dabei gibt es vor allem zwei Anlaufstellen:
- Zuschüsse für Einzelmaßnahmen kannst du beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Gefördert werden beispielsweise Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung von Außenwänden und Dach, neue Fenster), die Optimierung bestehender Heizungen (Hydraulischer Abgleich) oder der Einsatz optimierter Anlagentechnik (Lüftungsanlagen). Unser Ratgeber zur BAFA-Förderung liefert dir weitere Infos.
- Kredite zu besonderen Konditionen vergibt die KfW-Bank. Gefördert wird im Rahmen des Kredits 261 unter anderem die Sanierung zu einem Effizienzhaus (KfW 85 oder niedriger) mit Darlehen von maximal 150.000 Euro je Wohneinheit und zusätzlich hohen Tilgungszuschüssen. Den Antrag stellt eine Finanzierungspartnerin wie die LBS für dich. Selbst kannst du die Förderkredite nicht beantragen. Mehr Informationen gibt es in unserem Ratgeber zur KfW-Förderung.
- Möchtest du eine neue Heizung auf Basis regenerativer Energien einbauen, ist auch die KfW die richtige Ansprechpartnerin für dich. Die Zuschüsse betragen übrigens bis zu 80 Prozent der Kosten.
Tipp:
Kümmere dich grundsätzlich immer zuerst um die Förderung, bevor du mit deinem Vorhaben startest und Aufträge an Handwerksbetriebe vergibst! Angefangene Maßnahmen werden normalerweise nicht mehr gefördert.
Die häufigsten Fragen zur energetischen Gebäudesanierung
Eine energetische Sanierung umfasst bauliche Änderungen an einem Gebäude, die den Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser und Lüftung senken. Eine solche Modernisierung reduziert die Kosten für Energie und senkt den CO2-Ausstoß. Wer energetisch saniert, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Die Kosten hängen stark von den umgesetzten Maßnahmen ab. Mit dem Modernisierungskostenrechner der LBS kannst du berechnen, wie viel deine energetische Gebäudesanierung ungefähr kosten wird und wie viel Energie du damit einsparst.
Mit der Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) gelten ab 2024 aller Voraussicht nach folgende Vorgaben: Renovierst du deine Immobilie, darfst du keine Maßnahmen umsetzen, welche die energetische Qualität verschlechtern. Erweiterst du dein Gebäude oder baust es aus, musst du energetische Mindeststandards beachten, die beispielsweise den Wärmeschutz der Gebäudehülle oder die Energieeffizienz der Heizung betreffen.
Wer eine Immobilie kauft oder erbt, muss diesen Bestandsbau so sanieren, dass er den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Dafür haben die neuen Eigentümerinnen und Eigentümer nach dem Einzug zwei Jahre Zeit. Ausgenommen von dieser Sanierungspflicht sind Ein- und Zweifamilienhäuser, bei denen die Eigentümerinnen und Eigentümern mindestens seit dem 1. Februar 2002 selbst darin wohnen. Wer von der Sanierungspflicht betroffen ist, muss die oberste Geschossdecke bzw. das Dach dämmen, wasserführende Rohre dämmen und unter bestimmten Voraussetzungen alte Öl- oder Gasheizungen auswechseln. Eine Beratung durch einen Energie-Effizienz-Experten oder einer -Expertin liefert dir Klarheit über die bei deiner Immobilie notwendigen Schritte.
Wir merken es im Sommer, wenn ein Hitzerekord den anderen schlägt und Starkregen mit Überschwemmungen ganze Landstriche verwüstet. Aber auch im Winter, wenn unsere Kinder Schneeballschlachten nur noch vom Hörensagen kennen. Du als Immobilienbesitzerin oder -besitzer kannst etwas gegen die globale Erderwärmung tun, denn 40 Prozent des Energieverbrauchs in Europa entfällt alleine auf Gebäude. Das Potenzial für Einsparungen von Energie und von CO2 ist wirklich enorm! Leg also gleich los und starte mit der Modernisierung deiner eigenen vier Wände. Deine Investitionen sind gut angelegt. Du tust nicht nur dir und deiner Familie etwas Gutes, sparst Energie und Geld, sondern kümmerst sich auch um den Schutz unserer Erde.
Zu den energetischen Sanierungsmaßnahmen gehören unter anderem: Die Optimierung einer alten Heizung, der Einbau einer energieeffizienten Heizung, das Dämmen von Dach, Fassade oder Kellerdecke, sowie die Erneuerung von Fenstern und Außentüren oder ein sommerlicher Wärmeschutz und die Installation von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.
Am meisten bringt die Wärmedämmung der Gebäudehülle und der Einbau einer energieeffizienten Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien. Die Empfehlung dabei lautet: erst dämmen, dann Heizung austauschen, weil sonst die Heizanlage zu groß ausfallen könnte.
Der Staat unterstützt dich, wenn du dein Haus energetisch sanierst. Für Einzelmaßnahmen kannst du Zuschüsse beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Planst du eine umfassende Sanierung deiner Immobilie und erreichst damit das Niveau eines KfW-Effizienzhauses 85 oder besser, kannst du einen zinsgünstigen Kredite mit großzügigen Tilgungszuschüssen der KfW-Bank nutzen.
20 Prozent der Kosten für die energetische Gebäudesanierung lassen sich über einen Zeitraum von drei Jahren absetzen, maximal 40.000 Euro pro Wohneinheit. Diese steuerliche Förderung kann du aber nur nutzen, wenn du keine Fördermittel von KfW oder BAFA in Anspruch nimmst.