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Förderantrag Wärmepumpe: So funktioniert die Förderung 2026

Die Bundesregierung unterstützt Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die sich von Gas, Kohle, Öl oder einer Nachtspeicherheizung verabschieden und auf erneuerbare Energien setzen. Besonders wird der Einbau von Wärmepumpen gefördert.

Eine Wärmepumpe steht neben einer Bank vor einem geklinkerten Einfamilienhaus.

Heizungsförderung: Neuerungen ab 2024

Stand: Februar 2026.
Mit dem reformierten Gebäudeenergiegesetz (GEG) wurde auch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) teilweise neu sortiert und einfacher, sowie übersichtlicher gestalten. Das hat sich geändert:

  • Alle ab dem 1. Januar 2024 gestellten Anträge für den Austausch von Heizungen bearbeitet die KfW.
  • Das Zuschussprogramm für den Heizungstausch, das noch bis Ende 2023 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verortet war, ist ab 2024 mit einem neuen KfW-Kredit und den bestehenden Kreditprogrammen für Komplettsanierungen zusammengeführt worden.
  • Das BAFA konzentriert sich seitdem auf die Förderung anderer Effizienzmaßnahmen wie Fassadendämmung oder Fenstertausch.
  • Je nach Voraussetzungen sind bis zu 70% Zuschuss möglich, maximal 21.000 Euro.

Details zu den einzelnen KfW- und BAFA-Förderprogrammen findest du auf unseren Ratgeberseiten rund um energieeffiziente Sanierung und klimafreundlichen Neubau. Für alle bis Ende 2023 gestellten Förderanträge gelten die bisherigen Förderbedingungen.

Mit erneuerbaren Energien heizen

Um den CO2-Ausstoß im Gebäudesektor zu reduzieren, greift der Staat allen finanziell unter die Arme, die ihre Häuser und Wohnungen deutlich energieeffizienter machen. Neben der energetischen Dämmung von Gebäuden geht es dabei vor allem darum, alte Öl- und Gasheizungen, Kohleöfen und Nachtspeicherheizungen durch neue Heizanlagen zu ersetzen, die auf erneuerbaren Energien basieren. Wer sein Haus künftig beispielsweise mit Solarwärme, Biomasse oder einer Wärmepumpe beheizt, spart nicht nur Energie, sondern erhält für Anschaffung und Einbau der neuen Anlage Zuschüsse. Wärmepumpen werden dabei besonders gefördert.

Für die Förderung des Heizungstausch ist primär das Förderportal zuständig. Ist die neue Heizung Teil einer Komplettsanierung zu einem KfW-Effizienzhaus, kommt zur Finanzierung für dich ein Förderkredit mit Tilgungszuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) infrage.

Diese Wärmepumpen werden gefördert

Wärmepumpen unterscheidet man danach, woher die Energie kommt und wie sie ins Haus übertragen wird. In Ein- oder Zweifamilienhäusern werden in der Regel folgende Wärmepumpen genutzt:

  • Luft-Luft-Wärmepumpen
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen
  • Sole-Wasser-Wärmepumpen (auch Erdwärmepumpe genannt)
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Die Pumpen sind förderfähig, wenn sie eine Jahresarbeitszahl von mindestens 2,7 erreichen. Die Messgröße gibt an, wie effizient eine Anlage arbeitet. Sie beschreibt das Verhältnis von eingesetzter Energie, das ist der Strom, den die Pumpe benötigt, und erzeugter Wärmeenergie für deine Immobilie und für warmes Wasser.

Auch Erneuerbare-Energien-Hybridheizungen zählen zu den förderfähigen Anlagen. Dabei handelt es sich um Anlagen, die zwei Erneuerbare-Energien-Heizungen miteinander kombinieren, zum Beispiel eine solarthermische Anlage mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe oder eine Erdwärmepumpe mit einer Holzheizung. Gasheizungen, die in Verbindung mit einer Wärmepumpe arbeiten, zählen seit Sommer 2022 nicht mehr zu den geförderten Anlagen.

Voraussetzungen für die Förderung

Anders als bei der BAFA-Förderung sonst üblich, brauchst du beim alleinigen Heizungstausch keinen zertifizierten Energie-Effizienz-Experten einzubinden. Eine fachkundige Beratung ist natürlich trotzdem wichtig. Für eine erste Einschätzung, welche Heizung für deine Immobilie am besten geeignet sein könnte, kannst du die Energieberatung der Verbraucherzentrale nutzen. Die ist in vielen Fällen kostenlos.

Auch ein Fachunternehmen sollte dich zunächst ausführlich über mögliche Alternativen beraten, bevor du dich für eine neue Heizung entscheidest. Welche Voraussetzung für einen Förderantrag zu erfüllen sind, erfährst du in unserem Ratgeber.

Dein Weg zum Förderantrag für eine Wärmepumpe

  • 1. Angebote einholen

    Lass dir ein oder mehrere Angebote für Lieferung und Einbau der Wärmepumpe erstellen. Achte darauf, dass das Angebot den Leistungsumfang und die voraussichtlichen Kosten nachvollziehbar aufschlüsselt (wichtig für Antrag und Nachweise).

  • 2. Antrag vorbereiten (Vorhabensbeginn vermeiden)

    Bereite die Antragsangaben vor (Maßnahme, Kosten, Fachunternehmen, technische Angaben).
    Wichtig: beauftrage noch nicht „endgültig“, sondern nutze – falls du bereits unterschreiben musst – einen Fördervorbehalt (aufschiebende oder auflösende Bedingung), damit kein förderschädlicher Vorhabensbeginn entsteht.

  • 3. Förderantragonline stellen (vor Maßnahmenbeginn)

    Stelle den Förderantrag vor Beginn der Maßnahme im Kundenportal, erst danach solltest du die Umsetzung verbindlich auslösen.

  • 4. Bestätigung bzw. Entscheidung abwarten

    Warte erst die Bestätigung bzw. Bewilligung ab. Erst dann gilt die Maßnahme als „sauber“ im Prozess, und du kannst mit der Umsetzung fortfahren (bzw. den Fördervorbehalt im Vertrag „ziehen“).

  • 5. Maßnahme durchführen und Unterlagen sammeln

    Beauftrage die Fachhandwerker und führe die Arbeiten aus. Bezahle Rechnungen wie vereinbart und sammle alle Belege, Prüf‑ und Abnahmeunterlagen, die die KfW für den Verwendungsnachweis verlangt.

  • 6. Nachweise hochladen und Förderung erhalten

    Lade die Nachweise im Kundenportal hoch (Rechnungen, Zahlungsbelege, Fachunterlagen oder technische Nachweise, etc.).
    Nach einer positiven Prüfung erfolgt anschließend die Auszahlung des Zuschusses.

    Hinweis: der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt sein. Ein bedingter Vertrag mit Fördervorbehalt ist erlaubt und kann sogenannte "Förderschäden" verhindern.

Die LBS finanziert deine Wärmepumpe

Da die Wärmepumpen-Förderung nur einen Teil der Investitionskosten abdeckt und du ohnehin die gesamte Summe vorstrecken musst, benötigst du eventuell einen Kredit. Wir von der LBS beraten dich gern zur passenden Finanzierung deines Vorhabens und informieren dich darüber, wie du einen Bausparvertrag dafür nutzen kannst.

Kosten für deine Modernisierung berechnen

Mit unserem Modernisierungskostenrechner kannst du überschlagen, wie viel dich die energetische Sanierung deiner Immobilie kosten wird und wie du das am besten finanzierst. Hier erfährst du auch, wie viel CO2 du mit welcher Maßnahme einsparst.

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Die wichtigsten Fragen zur Förderung für Wärmepumpen

Die Art der Wärmequelle ist nicht vorgegeben. Das heißt, dass die für Ein- und Zweifamilienhäuser gängigen Luft-Luft-Wärmepumpen, Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole-Wasser-Wärmepumpen oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen förderfähig sind, solange sie die erforderliche Jahresarbeitszahl von 2,7 erreichen. Viele Wärmepumpen erreichen übrigens eine deutlich höhere Jahresarbeitszahl.
Ist der Einbau der Wärmepumpe Teil einer umfangreichen Sanierung, bei der ein bestimmter Effizienzhaus-Standard erreicht wird, kann ein Förderkredit mit Tilgungszuschuss bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden.

Die staatliche Förderung für Wärmepumpen wurde erst im Jahr 2023 neu aufgesetzt. Da in den nächsten Jahren massive Investitionen in den Gebäudebestand nötig werden, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, und der Wärmepumpe dabei eine Schlüsselrolle zukommt, ist von einer langjährigen Förderung auszugehen. Möglich ist jedoch, dass sich die Fördervoraussetzungen oder die Fördersätze verändern.

Du kannst die Förderung direkt online auf der Website des Förderportals beantragen. Das Programm heißt "Bundesförderung effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen" (BEG EM). In deinem Antrag auf BEG-Förderung musst du die voraussichtlichen Kosten für die neue Heizung und ihren Einbau angeben. Vorab solltest du also ein Angebot von dem Handwerksbetrieb einholen, den du beauftragen möchtest.

Zunächst benötigst du ein Angebot von dem Unternehmen, das die Wärmepumpe für dich beschafft und einbaut. Auch wenn du diesen Kostenvoranschlag selbst nicht mit einreichen musst, brauchst du die voraussichtlichen Kosten für das Antragsformular.
Für den Fall, dass du die Errichtung oder Erweiterung eines Gebäudenetzes planst oder einen Anschluss an ein vorhandenes Gebäudenetz oder Wärmenetz nötig wird, benötigst du einen Lageplan der Gebäude. Es reicht eine handschriftliche Skizze, die du als PDF-Datei zusammen mit dem Antrag auf der Website des BAFA hochlädst.
Alle übrigen Unterlagen reichst du erst ein, wenn das Unternehmen mit dem Einbau der Wärmepumpe und eventuell anfallenden weiteren Arbeiten fertig ist und du die Rechnungen bezahlt hast. Diese Dokumente lädst du dann im Förderportal hoch: Du benötigst die vom Handwerksunternehmen ausgefüllte und unterschriebene "Fachunternehmererklärung für Anlagen zur Wärmeerzeugung - Heizungstechnik". Fülle den Verwendungsnachweis des BAFA aus. Dabei handelt es sich um die "Bestätigung des antragsgemäßen Einsatzes und der Betriebsbereitschaft der technischen Anlage". Außerdem reichst du die Rechnungen und deine Zahlungsbelege ein und unterschreibst die "Bestätigung wahrheitsgemäßer Angaben".

Nach Angaben des Bundesamt werden maximal vier Wochen benötigt, um nach Antragstellung über die Förderung zu entscheiden. Wenn du nach Einbau der Heizung den Verwendungsnachweis und alle anderen Unterlagen hochgeladen hast, prüft das BAFA nach eigener Auskunft "schnellstmöglich". Ist alles in Ordnung, erhältst du einen Feststellungsbescheid und das BAFA veranlasst die Überweisung des Zuschusses.