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KfW 261: Förderung für energieeffizientes Sanieren von Haus und Wohnung

Gedämmtes Gebäude und moderne Heizung: Für Maßnahmen, mit denen die Immobilie eine Effizienzhaus-Stufe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erreicht, gibt es Förderkredite und hohe Zuschüsse.

Ein Mann baut eine Wärmedämmung in eine Wand ein.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die KfW fördert mit dem Programm „Wohngebäude – Kredit (261)“ die energetische Sanierung von Wohngebäuden mit Förderkrediten von bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit samt Tilgungszuschuss.

  • Förderfähig sind im Programm aktuell die Effizienzhaus-Stufen 40, 55, 70 und 85 sowie Effizienzhaus Denkmal in den jeweils förderfähigen EE- oder NH-Klassen.

  • Je besser der erreichte Effizienzhaus-Standard, desto höher fällt der Tilgungszuschuss aus. Zusätzliche Boni sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich, etwa für besonders ineffiziente Gebäude.

  • Voraussetzung für die Förderung ist die Begleitung durch eine Energieeffizienz-Expertin oder einen Energieeffizienz-Experten, der die Maßnahmen plant und die erforderlichen Nachweise erstellt.


Heizungsförderung: Stand Juli 2026

Bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gibt es seit 21.07.2026 Änderungen. Die KfW fördert den Einbau von modernen Heizungsanlagen und Anlagen der Heizungsunterstützung sowie den Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz. Dabei gilt:

• Förderfähigen Kosten: 28.000 Euro. Ab Februar 2027 reduzieren sie sich alle 6 Monate um 750 Euro.
• Höhe der Förderung: bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten

Details zur Heizungsförderung findest du auf unserer Ratgeberseite KFW Förderung Heizung.

Förderprogramme als Darlehen oder Zuschuss

Die Bundesregierung hat die Förderung der energetischen Sanierung von Wohngebäuden so sortiert: Die KfW vergibt Kredite mit Tilgungszuschüssen für die Sanierung von Gebäuden, die einen bestimmten Effizienzhaus-Standard erreichen. „Wohngebäude – Kredit (261)“ lautet der Name des Förderprogramms. Zuschüsse für Einzelmaßnahmen der energetischen Sanierung gibt es beim BAFA. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag zur BAFA-Förderung.

Auch für den Bau oder Kauf eines Neubaus mit KfW-Effizienzhaus-Standard kannst du verschiedene KfW-Förderungen nutzen. Die Programme heißen:

  • „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment – Wohngebäude (Kredit 296),
  • „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude (Kredite 297, 298)“ und
  • „Wohneigentum für Familien – Neubau (Kredit 300)“.
    Mehr Informationen findest du in unseren Ratgeber zur Neubauförderung.

So wird dein Haus zum KfW-Effizienzhaus

Damit du den KfW-Kredit für das energieeffiziente Sanieren nutzen kannst, muss die Bauanzeige oder der Bauantrag für dein Haus oder deine Wohnung mindestens fünf Jahre zurückliegen. Förderfähig ist aktuell die Sanierung zu den Effizienzhaus-Stufen 40, 55, 70 oder 85 jeweils in der Erneuerbare-Energien-Klasse (EE) oder Nachhaltigkeits-Klasse (NH) sowie zum Effizienzhaus Denkmal EE oder NH. Ein Effizienzhaus ist ein energetischer Standard für Wohngebäude. Wesentlich sind dabei zwei Kriterien:

  1. Wie hoch ist der Gesamtenergiebedarf der Immobilie?
  2. Wie gut ist die Wärmedämmung der Gebäudehülle?

Diese Werte werden mit dem Primärenergiebedarf und dem Transmissionswärmeverlust angegeben.
Die Zahlen geben an, zu welcher Effizienzhausstufe die Immobilie gehört. Je geringer der Wert ist, umso geringer ist auch der Energiebedarf. Als Vergleich wird ein Referenzgebäude herangezogen, das den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entspricht. Dieses ist das Effizienzhaus 100.
Die Effizienzhaus-Stufe ergibt sich aus der Kombination verschiedener baulicher und technischer Maßnahmen an dem Gebäude. Dazu gehören:

  • Heizung
  • Lüftung
  • Dämmung

Je nach Ausgangslage und vorhandenem Wärmeschutz kannst du mit der energetischen Sanierung sehr viel Energie und damit auch Geld sparen. Damit du genau weißt, welche Maßnahmen für deine Immobilie sinnvoll sind, und sichergehen kannst, dass die Effizienzwerte am Ende auch stimmen, brauchst du die Unterstützung eines Energie-Effizienz-Experten oder einer -Expertin. Zugelassene Fachleute in deiner Region findest du über die Energieberatervermittlung der LBS. Für diese sogenannte Baubegleitung kann die KfW die Hälfte der Kosten übernehmen.

Wie die KfW-Förderung genau funktioniert

Die Förderung im KfW-Programm "Wohngebäude – Kredit (261)" besteht aus einem Kredit zu besonderen Konditionen mit tilgungsfreier Anlaufzeit. Währenddessen – je nach Kreditlaufzeit handelt es sich um ein bis fünf Jahre – werden nur die Zinsen fällig. Mit der Tilgung des Kredits beginnst du erst nach dieser Frist. Es gibt die Sonderform des endfälligen Darlehens. Dabei zahlst du die Kreditsumme am Ende der Laufzeit auf einen Schlag zurück. Das eignet sich, wenn du einen Bausparvertrag hast, der bei Auslaufen der Zinsbindung des KfW-Kredits zuteilungsreif ist und diesen ablösen kann. Die LBS berät dich gern dazu, wie du den KfW-Kredit am besten mit dem Bausparen kombinierst.

Zweiter Bestandteil der Förderung ist ein Tilgungszuschuss. Die KfW-Förderbank erlässt dir einen Teil deiner Schulden, schenkt dir also Geld. Je besser die erzielte Effizienzhaus-Stufe, desto höher ist der Zuschuss:

  • Für ein Effizienzhaus 40 gibt es maximal 22.500 Euro (Nachhaltigkeitsklasse) beziehungsweise 15.000 Euro (mit erneuerbaren Energien, sogenannte EE-Klasse) je Wohneinheit.
  • Bei einem Effizienzhaus 55 EE-Klasse ist ein Zuschuss von bis zu 7.500 Euro möglich. In der Nachhaltigkeitsklasse sind es bis zu 15.000 Euro.
  • Ein Effizienzhaus 70 Nachhaltigkeitsklasse wird mit maximal 7.500 Euro gefördert.
  • Bei einem Effizienzhaus 85 Nachhaltigkeitsklasse gibt es ebenfalls bis zu 7.500 Euro als Tilgungszuschuss. Für ein Effizienzhaus unter Denkmalschutz kannst du maximal 7.500 Euro in der EE-Klasse beziehungsweise maximal 15.000 Euro in der Nachhaltigkeitsklasse bekommen.

Um die EE-Klasse zu erreichen, musst du eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien, unvermeidbare Abwärme oder Wärmerückgewinnung aus Lüftungsanlagen einbauen und damit 65 Prozent des Heizenergiebedarfs des Gebäudes decken. Alternativ kannst du die Anforderungen auch erfüllen, indem du die Immobilie an ein entsprechend qualifiziertes Wärmenetz anschließen lässt.

Einen weiteren Bonus in Höhe von 10 Prozent bekommt, wer ein Haus saniert, das bisher zu den schlechtesten 25 Prozent der Gebäude in Deutschland zählt. Hier spricht die Förderbank von einem „Worst Performing Building“.

Deine 5 Schritte zum KfW-Kredit

  • 1. Beratung einholen

    Ein Profi für Energieeffizienz begleitet dein Vorhaben und ist Voraussetzung für viele KfW-Förderungen. Dein Finanzierungspartner berät dich zudem zu passenden Finanzierungsmöglichkeiten. Das kann etwa deine LBS oder Sparkasse sein.

  • 2. KfW-Kredit beantragen

    Der Finanzierungspartner reicht den jeweiligen Antrag in Abstimmung mit dir bei der KfW ein. Dafür braucht er auch die „Bestätigung zum Antrag“, die die Expertin oder der Experte für Energieeffizienz ausstellt.

  • 3. Entscheidung abwarten

    Die KfW prüft deine Unterlagen und entscheidet über die Förderung.

  • 4. Gegebenenfalls Förderzusage erhalten

    Du erhältst gegebenenfalls eine Förderzusage und unterzeichnest den Kreditvertrag bei deinem Finanzierungspartner.

  • 5. Vorhaben umsetzen lassen

    Du kannst mit der Umsetzung deines Vorhabens starten.

Häufige Fragen zur KfW-Förderung für energieeffizientes Sanieren

Die KfW-Bank vergibt Förderkredite an Menschen, die die Energieeffizienz ihres Hauses durch eine umfassende Sanierung zum Standard KfW-Effizienzhaus erhöhen oder eine entsprechende frisch sanierte Immobilie kaufen. Bei der Förderung handelt es sich um einen Kredit zu besonderen Konditionen mit einem Tilgungszuschuss. Je niedriger die KfW-Effizienzhaus-Klasse des sanierten Hauses ist (zum Beispiel 40 statt 85), desto desto höher fällt der Tilgungszuschuss aus. Auch wer einen sehr effizienten Neubau baut oder kauft, kann einen KfW-Förderkredit nutzen.

Zuschüsse für die energetische Sanierung können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Dort gibt es finanzielle Unterstützung unter anderem für:

  • Dämmung der Gebäudehülle,
  • Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Fenstern und Außentüren,
  • sommerlicher Wärmeschutz,
  • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage,
  • Fachplanung und Baubegleitung durch Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten.
    Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Einzelmaßnahme und den Investitionskosten. Die KfW fördert außerdem die Sanierung von Immobilien zu KfW-Effizienzhäusern und den Kauf und Einbau moderner Heizungen. Deine LBS berät dich dazu, welche Förderung zu deinem Vorhaben passt.

Willst du den KfW-Kredit für Wohngebäude (261) nutzen, stellt ein Finanzierungspartner in deinem Namen den Antrag. Das übernimmt zum Beispiel die LBS in deiner Region für dich. Voraussetzung für das geförderte Darlehen ist, dass durch die Sanierung deiner Immobilie der KfW-Effizienzhaus-Standard erreicht wird bzw. du ein Effizienzhaus kaufst. Natürlich kann das auch eine Eigentumswohnung sein.
Möchtest du hingegen eine einzelne Maßnahme wie die Optimierung deiner Heizung oder die Dämmung deines Gebäudes umsetzen, kannst du direkt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Investitionszuschuss beantragen.

Wichtig zu wissen: Den Antrag auf Förderung solltest du möglichst frühzeitig stellen. Bei den meisten Programmen darfst du erst dann die Baumaßnahme in Auftrag geben oder den Kaufvertrag abschließen, wenn die Förderung bewilligt worden ist. Hinzu kommt, dass die Fördergelder nicht immer für alle Interessenten reichen.

Willst du den KfW-Kredit für Wohngebäude (Programm 261) nutzen, stellt ein Finanzierungspartner in deinem Namen den Antrag. Das übernimmt zum Beispiel die LBS in deiner Region für dich. Voraussetzung für das geförderte Darlehen ist allerdings, dass durch die Sanierung deiner Immobilie ein Effizienzhaus entsteht bzw. du ein Effizienzhaus kaufst. Natürlich kann das auch eine Eigentumswohnung sein.

Möchtest du hingegen eine einzelne Maßnahme wie die Optimierung deiner Heizung oder die Dämmung deines Gebäudes umsetzen, kannst du direkt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Investitionszuschuss beantragen.

Wichtig zu wissen: Den Antrag auf Förderung solltest du möglichst frühzeitig stellen. Bei den meisten Programmen darfst du erst dann die Baumaßnahme in Auftrag geben oder den Kaufvertrag abschließen, wenn die Förderung bewilligt worden ist. Hinzu kommt, dass die Fördergelder nicht immer für alle Interessenten reichen.